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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Sieinwurf oder Faschinenbau gesichert, so konnte man sich mit dem durch die an-genommenen Kammklötze hervorgebrachten pfahlstand begnügen, insbesondere wennman überzeugt ist, dafs der feste Grund dicker als 4 bis 5 schuh ist, bis wieder ®

eine andere Lage kömmt. Die angenommene schweren der Rammklötze, im verhält-nifs der Länge zu den pfählen , ist bey allen solchen Flüssen, deren Bett aus sandund Kiesel, von mittelmäfsiger Gröfse, und Erde besteht, hinreichend. Wo aberder Rammgrund aus einem sehr festen bläulichten TÖpferthon, welcher getrocknetsteinhart wird, oder aus sehr festem Kiesgrunde und mürben Steinen, denen mandie Tragung des Gebäudes nicht Zutrauen darf, besteht, da mufs-die schwere desRammklotzes vermehrt werden, und ich würde dieselbe unter diesen umständen, inBeziehung auf die gegebene Regel, um die Hälfte verstärken; daher bey der Ein-rammung eines 20 schuh langen Pfahles, wann derselbe auch nur 8 schuh pfahl-stand erhalt, einen 1200 pfund schweren Rammklotz wählen, oder die ersten 400Schläge mit einem ÖOO Pfund schweren Rammklotz, die letzteren Hitzen aber miteinem 1200 Pfund wiegenden Klotze machen lassen. — Wie nothwendig die wählschwerer Ramnjklötze bey dem festen pfahlgrunde sey, und wie verschieden dieWirkungen sind, welche bey dem Eindringen des pfahles in den gewöhnlichen mit-telmäfsig festen, und in dem sehr festen Grunde, sind, welche die wähl der schwe-reren Rammklötze rechtfertigen, darüber will ich folgende Erfahrungen anführen!

1) Bey Einrammung des Grundbaues vom uandshutcr wehr, wurden vielepfähle zuerst mit einem 570 pfund schweren Rammklotze, durch 270 bis 66o Schlä-ge eingerammt, so dafs sie in der letzten Hitze, von 30 Schlägen, 10 bis 52 Linieneinrückten. Dann wurden schwerere Rammklötze gebraucht, und ich will die von122Ö pfund hier anführen. Mit denselben rückten bey der ersten nitze von 30 Schlä-gen die pfähle 33 bis QO Linien. Es verhielt sich also dabei das letzte Einrückenhei 15 pfählen mit dem leichten Rammklotze, zum ersten Einrücken mit dem schwe-ren, wie 1 : 2,6, und die schwere von jenem verhielt sich zur schwere von diesemwie 1:2, 3Ö. Es verhält sich demnach die wärkung der Rammschläge, beynahe wiedie schwere der Rammklötze, bey einem aus Kiesel und Erde bestehenden Boden.

2) Bei dem Einrammen der Grundpfähle von den zwo massiven pfeilern derüber den Inn bey Mühldorf in saiern durch meinen ältesten Sohn , im Herbste 1812und winter ausgeführten, aus drey Bogen jeden zu 124 schuh oeffnung bestehendenBrücke, wurden drey pfähle mit 3150,3840 bis 4530 Schlägen, in den unterhalb ausTÖpferthon bestehenden Grund des linkseitigen Pfeilers, bis zum stehen 10' 7" 8'",

11' 8" bis 12' 5" 7' y/ tief eingetrieben. Diese pfähle bestehen aus Kiefern, Eichenund Lerchenholz. Sie sind oben 16", 13" und 17 zoll stark. Sie wurden erst miteinem §. 66. beschriebenen Rammklotze von 636 pfund schwere, mit 2280,2340 und2730 Schlägen dergestalt eingerammt, dafs sie nur 3 bis 4 Linien in der letzten aus30 Schlägen bestehenden Hitze rückten. Dann wurde eine grofse Ramme mit metal-