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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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schwelle eine eiserne Kapsel, worin sich die durch diese Schraubenmutter gehendeSchraubenspindel bewegen kann, alsdann werden durch den obern Theil der SpindelHebel gesteckt, um sie zu drehen, folglich den wuchtbaum herunter zu ziehen.Man kann auch die Einrichtung treffen, dafs die Kapsel der Spindel, so wie derobere Theil der Säule sich dreht, um die aufgehobene last seitwärts zu bringen.Die Schraubenspindel mag eine krumme ninie bilden. Da die Aufhebung der rastennicht ruckweise, wie das Ausziehen der pfähle, geschehen mufs, so ist die Anbringungeiner fallenden Kraft an dem Ende des langen Hebelarmes nicht zweckmäfsig; ob die-se Kraft aus wasser besteht, welches jemand in unsern Tagen für ausserordentlich sinn-reich ausgegeben hat, oder aus steine, oder die lebendig ist, würde gleichgültig seyn,wenn nicht diese letztere, d. i., eine Herabziehung des langen Hebelarmes durch Men-schen, noch den vortheil vor jener todten Kraft hätte, dafs der Hebelarm je nachdemdie Hubhöhe es erfordert, langsam herunter gezogen werden kann, welches bey einer- angebrachten todten Kraft, in der Ausübung, viele Schwierigkeiten hat.

§. 120. Zum Ausziehen der pfähle oder zur Hebung der Bäume kann gleichfallseine einfache schraube, eine Hebelade oder auch die in rig. 10. Tab. 100. dargestelltewinde gebraucht werden , wiewohl der wuchtbaum den Vorzug hat.

Ist nun der pfähl mit dem schweren wuchtbaum so weit ausgezogen, dafs manihn weiter mit einem kleinen Hebel empor bringen kann, so wird dieser über einunterlager gelegt, und an den pfähl kefestigt. Dieses letztere ist zur Ersparung derzeit und Kosten sehr nützlich.

$. 121. Sogar mit Kamm-Maschinen können pfähle ausgezogen werden, und zwardurch die im vor. Kapitel erwähnte prellkraft. Jedermann kann den versuch auch imKleinen folgender Massen machen. Man nehme eine gewöhnliche wagenwinde, um-schlinge den auszuziehenden pfähl mit einer Kette, die mittelst der wag'enwinde an-gespannt wird. Jetzt schlage man zuerst gegen die winde und den pfähl, dannaber auf den pfähl selbst, und dieser wird, je nachdem der schlag kräftig ist, höherempor springen. Perronet hat sich auch der zugrammen (siehe dessen Oeuvre p. 58.)zum Aufziehen der pfähle bedient. Fig. 1. und 4. Tab. 85. stellen solche Rammendar , nachdem nämlich vier Arbeiter das an den auszuziehenden pfähl, mittelst zweyaollen befestigte seil, angespannt haben, und stets gespannt erhalten: so läfst manauf den pfähl den Kammklotz fallen. Perronet fügt hinzu, dafs diese Vorrichtungeine der befsten sey, welche man kenne. Das Spannseil läuft, wie die angezeigtenFiguren zeigen, ohnweit 2 über zwey andere Rollen, und von da nach den wellender zwey Haspel. So wie der pfähl hinauf geprellt wird, ziehen die zwey Arbeiterdie Spannseile, damit sie stets straff sind, von neuem an. Endlich bedient man sichder über den dritten Haspel laufenden welle, um mit den zugseil 3. den pfähl auf-zuziehen, wenn er nur noch wenig fest steckt. Zugleich wird auch an den pfählgeschlagen, damit er hin und her gelüftet wird, und desto leichter heraus gezogen