Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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teres Ende, welches mit "den Seilen ff von 10 und mehr Arbeitern hin und her,auch zugleich abwärts gezogen wird, während man an den auszuziehenden pfähl gschlägt, kann ein Rammklotz herunter fallen, wenn der pfähl sehr fest steht. Auchkann in dem Ende des wuchtbaumes eine Schraubenmutter, und darunter eineSchraube angebracht werden, um dasselbe herunter zu schrauben, ja man kann zudiesem Behufe auch rlaschenzüge anwenden. Dieser zwey ersten Hiilfsmittel wirdder Ingenieur nur äufserst selten sich bedienen dürfen, wobey der wuchtbaum ausmehreren einzelneu Balken zusammen gesetzt werden mufs, wenn er nicht über dasunterlager brechen soll, denn mir ist in der Ausübung beym Ausziehen vieler hun-dert pfähle und Spuntplanken, die 12 bis 24 schuh tief in den Grund steckten, garkein Fall vorgekommen, wobey nicht das Ausziehen ohne den Rammklotz und dieschraube bewirkt worden wäre : indem das Hin- und Herziehen des langen Hebelarmes,den pfähl loswackelt, und das Manövre ausserordentlich erleichtert. Eey der Aus-übung legt man den Hebel oder wuchtbaum noch wohl auf die Balken einer Rüstungoder auf die Theile einer Bogenbrücke, wie ich dies öfters habe bewerkstelligen lassen.Zuweilen , wenn der tiefstehende pfähl längs einem hohen ufer ausgezogen werdensoll, so werden an des pfahles seiten zwey pfähle eingerammt, darüber wird eineschwelle oder nolbe gelegt, worauf ein sattelförmiges unterlager genagelt wird, unddiese bildet das nypomochlion des Hebels. Endlich bemerke ich, dafs das Ausziehendes pfahles sehr dadurch erleichtert wird, wenn man die nette, womit ihn die Arbei-ter an der schraube oder dem wuchtbaum befestigen, so niedrig als möglich an denpfähl herunter geschoben, und um denselben geschlungen wird. Die Kettengliedermögen über einen zoll stark seyn, weil sie sonst brechen. Mit dem Hebel habe ichbey Anwendung von l6 Mann (beym ganzen Manövre) vier, acht schuh tief in denGrund gesteckte pfähle binnen 5§ stunden, von einem der HÜstungsjoche der imJahr 1811 erbauten Bogenbrücke bey Rosenheim (rab. 122.) ausziehen lassen. Bin-nen dieser zeit wurden zwey eben so tief stehende pfähle mit dem schraubensatzeausgezogen, wobey acht Mann gebraucht wurden, nämlich bey dem ganzen Manövre.Man sieht daher , dafs beyde Methoden in Hinsicht der zeit und der Arbeit gleichsind.

§. 119. Sollen grofse steine aus dem Flufsbette gehoben werden, so kann derIngenieur über dasselbe hin ein starkes Gerüst machen , und eine vertical stehende,aus zwey Balken mittelst schrauben zusammen gesetzte , und mit schräg liegendenStützen befestigte Säule , errichten; oben in dieser säule ein 4 zoll weites Loch mitMessing ausfiittern lassen. Durch dieses werde ein 3 f zoll starker eiserner Bolzengesteckt, und darauf ruhe der durch die säule gehende, und mit einem eisernenRüchen versehene, Wuchtbalken , welcher aus drey übereinander, durch schrauben,zusammen gezogenen Holzern bestehen mag. In dem Ende seines langen Hebelarmeslasse man eine Schraubenmutter anbringen, und darunter in der die säule tragenden