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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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stand, den viele pfähle der säge entgegen setzen, ferner der umstand, dafs alsdanndas Sägeblatt sehr lang, der nahmen und die Rüstung sehr grofs gemacht werdenmufs , und dafs endlich ein langes Sägeblatt leicht brechen bann , widerräth die Ab-sägung mehrere pfähle zugleich. Im Jahre 17Ö5 machte der nauadjutant Richter zuBerlin eine neue Methode unter Wasser zu bauen bekannt, und schlug darin eineSäge vor, die ich eben so wenig als diese neue Methode anwenden würde.

$• 125. Eine einfache Art die pfähle unter Wasser, auf eine Tiefe von drey bisvier Schuh, abzusägen, besteht in folgender. Es wird nämlich rig. 15. Tab. 8Q. ein6 bis 8 Schuh langes, aber etwas steiferes Sägeblatt ab, als die gewöhnlichen Holz-sägen, genommen, und flach gelegt. An dasselbe werden seile a c und bd gebun-den , wovon jedes über zwey nollen 1 c und 2 d läuft. Die zwey Rollen 1 und 2sind in dem Hängeseile 2e und 1 /, des schwimmenden rlosses g h , welches an eini-gen eingerammten pfählen, oder auf einem liegenden prahm befestiget ist, fest ge-macht , und die andern Rollen c d sind in den rlofsbäumen selbst. Diese säge wirdnun von zwey oder vier auf dem Flosse stehenden Arbeitern, mittelst dem seile b dund a c, hin - und hergezogen. Dieses plofs mufs aber nicht nur stets gegen dieabzuschneidende pfahlreihe mit seilen oder Stangen angeholt oder angeprefst werden,und zwar nach Maafsgabe der Schnitt fortrückt, sondern es hängt auch ein Holz i,welches in k eine Rolle hat, und längs welchen die säge läuft, herab, das zugleichdie säge an den vor ihr stehenden pfähl Im andrückt, und das schwanken sowohlals das Biegen der Säge verhindert. Zur Anpressung der säge könnte auch die Hän-gesäule zwischen zwey liegenden schwellen auf einen Nagel ruhen, um sie auf dasFlors oben über zu biegen, welches ueberbiegen mittelst eines Seiles zu bewerkstelligenist. Hierdurch würde das vorrücken des flosses während dem sägen erspart werden.Jene Vorrichtung ist in der praktischen Anweisung zur Wasserbaukunst, ltes Heft,beschrieben, und es wird s. ÖO. bemerkt, dafs vier Mann in 20 Minnten einen 12zoll dicken pfähl mit dieser säge abgeschnitten haben.

Um der säge aber mehr steiffigkeit zu geben, und sie zugleich seitwärts zudrücken, kann man sich statt der zwey zugseile auch der stofs-Stangen bedienen,und von da, wo dieselben an die säge angebracht sind, auf das Flofs hinauf, zweyoder vier Hängesäulen gehen lassen , die mit einem pyramidenförmigen scheerenge-stelle in Verbindung gesetzt werden, welches das Gleichgewicht erhält. Eine ähnlicheEinrichtung ist von dem ehemaligen Kammer - Rath Ludwig in Aschaffenburg in einerSchrift beschrieben, die in meiner Bibliothek fehlt.

§. 12Ö. Folgende säge kann ich sehr empfehlen, weil ich damit viele pfählehabe absägen lassen. Sie besteht aus einem Rahmen d, c, f, g, Fig. 32. Tab. 100.,welcher von der mit einer schraube sich endenden, einen zoll dicken eisernenStange h , der säge l und dem Rahmholze rn zusammen gehalten wird. Beym Ge-brauch der säge laufen vier 8 zoll hohe und zwey zoll starke walzenräder, wovon

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