49 ?
Elastizität, als das harzige langfibrigte Nadelholz , und seine Tragkraft besteht vor-züglich in der festen cohärenz seiner Fibern, wo hingegen bey jenem Holze der Harz die Elastizität sehr vermehrt. Will man indessen das Eichenholz stark krümmen, sogeschieht dies verihittelst Erwärmung durch Feuer. Dieselbe mufs jedoch nur zueiner mäfsigen Temperatur wachsen, und das neuer "mufs etwa nur -f stunde dar-unter, in einer Entfernung von einigen schuhen, anfänglich in hellen Flammen auf-schlagen, und dann nur auflodern. Ist auf diese weise das Holz gelinde erwärmt(gebälfnt), so wird es sehr weich, und läfst sich bequem biegen. Wird die Erwär-mung aber auf einen hohen Grad getrieben, so erhärtet dasselbe, weswegen man diehölzernen eichenen, zu den Bogenbrücken dienenden Spannkeile, auf Feuer röstet,um sie zu härten. Diese Erfahrung hat jeder Böttcher beym Bereiffen der Fässer.Er macht im Innern des Fasses ein gelindes Feuer, erst ein Flammen- dann ein Rauch-feuer, erweicht so die einzelnen Fafsstäbe, damit sie die Krümmung der Reifen an-nehmen, und sich an dieselben anlegen. Die gröfste Zusammenpressung und Biegungmit allen Arten von Hölzern kann jedoch bewirkt werden, wenn man sie kocht.Ein verfahren, dessen inan sich nur mit kleinen stücken, und besonders mit denkleinen in künstlichen Gefäfsen befindlichen Kugeln bedient, die nachdem sie wiedertrocken werden, sieh vergröfsern, vorher mit einem Schraubstock zusammen geprefst,und durch kleinere oeffnung gezwängt sind. >
Zu den G-rund - und stützpfählen, zu den sehwellrosten, zu den Trag- verbin-dungs - spann- und stützschwellen, so wie zu den Stützsäulen und windruthen beyEOgenbrücken, ist das Eichenholz , seiner Dauer und Festigkeit wegen, vorzüglichbrauchbar, und den Nadelhölzern vorzuziehen. Ja! je schwerer das Holz ist, destobesser ist es zu jenen rheilen einer Bogenbrücke, und zu allen Grundbauten. Sokann man nach der schwere die Gute einer und derselben Holzgattung zum sicher-sten beurtheilen. Es ist daher auch die stein- und Taub eneiche (quercus rubor)dauerhafter, als die Basel - oder stiehleiche (quercus foemina_) , denn das nolz vondieser ist etwa f bis f- leichter,. als von jener.
Ich will daher die schwere einiger Bauhölzer in Baiern anzefgen»
Holzgai'tung.
Vierzehn Tagenachdem das- Holz-gehauen war, wogein Cubik - Schuhder Hölzer inbaier. Pfunden. *).
Drey Monate
der ruft
ausgesetzt.
Im
getrockneten
Zustande.
Der baierische Cubik-rufs wog anbayerischen Pfunden 46 “ 224496*Centigr. Der baierische Schnh ver-halt sich zum Pariser wie i2gj% zu
Eichen.
46
44
30| bis 31
144» und tausend baierische
Lerchen.
42
40
30
Pfunde machen 66125796 Centigra-
Kiefern.
40
30
21
mes , so dafs 4 6 pfund baieriseft
Tannen.
41
2Ö
20
324495 i centigr. betragen.
Fichten.
2Ö
23
19 ! bis 20
♦
II. Bd, 63