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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Audi in Italien misdit man so die puzzolanerde unter den gebrannten Kalch,Dieser wird nämlich in das Mörtelbett ausgebreitet, nadi und nach mit wasser an»gefeuchtet und so wie er zu einem Teige geworden, mufs der puzzolan darauf ge-schüttet werden, welches zu widerholten malen geschieht; wobey mit der »lörtelhachealles tüchtig unter einander gearbeitet wird. Bey dieser , so wie bey der Bereitungalles Mörtels, gilt die Regelt dafs man so wenig wasser als möglich dazu nehmenund den Mörtel tüehtig unter einander arbeiten mufs. Dazu bann sich eines gezack-ten Rades rig. 5 9 . iah. 84. bedient werden. Die zacken oder zähne des, mittelsteines pferdegöpels, herumgetriebenen Rades werden nämlich durch die Mörtelmassedurch geangen. Vorher, ehe der Mörtel darunter kömmt, mag dieser jedoch mit derHacke durehgearbeitet seyn. Perrouet bediente sich dieser Maschine auch zur Ver-fertigung des gewöhnlichen Mörtels. Zu 72 cubik - schuh Kalch. wurden 144 cubik-schuh sand gebraucht; in 12 stunden war diese Masse von zwey pferden bearbeitet.Sie gab 155 cubik-schuh Mörtel. Er liefs fast kein wasser zuschütten , um dieKnetung desto inniger zu bewirken» .

Da, wo das Gemäuer nicht unmittelbar ins wasser liegt, sondern nur darangrenzt, mag man zu dem innern Körper \ Theil Sand, einen xheil puzzelane undf Kalch nehmen. Dieser Mörtel mufs am zweyten Tage vermauert seyn, weil ersonst nicht gut erhä et

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*) Der Htrr Senator Stieglitz in Leipzig hat in seiner vortrefflichen Encyclopädie der Bürgerlichen Bau-kunst S. 684 folgende Mischungen aufgezeichnet. — Zu Bassins, Wasserleitungen, Cistetnen , feuchtenaewölbern unter der Eide und dergleichen macht man einen feinem Mörtel, und zwar auf zweyerleyArt, Der erste Mörtel wird aus einem Mafse' Puzzulane, einem Mafse Sand, ohne Eide, und einemMaf.se gebrannten frisch gelöschten xalche verfertigt. Der Kalch mufs gut gelöscht und vollkommengleich zergangen seyn, damit keine Korner mehr darin sind. Die ganze Mischung mufs tüchtig untereinander gearbeitet werden, und wenigstens vier und zwanzig Stunden lang ruhen, ehe man sie braucht.Bey der ersten Zubereitung dieses Mörtels, mischt man- zuerst blos den Sand zu dem xalche, die puz-zolane aber thut man nicht eher dazu, als an dem Tage, wo er verbraucht wird, und zwar aus demorunde, weil der Mörtel, da die puzzolane dessen Austrocknung beschleunigt, während der vier undzwanzig Stunden langen Ruhe, allzuhart werden würde , wenn die puzzolane darunter Wäre. DieserMörtel dient zu der Erbauung des angeführten Mauern, zum Bewurf derselben nimmt' niait einen an-dern , der aus zwey Maafs Puzzolane und einem Maafse Kalche besteht, und der, nach der Mischung,sechs Stunden lang ruhen mufs. Nach dieser Zeit arbeitet man ihn, aufs neue sorgfärtig durch, underhält einen Mörtel,, der geschickt ist, solche Mauern zu bewerfen und abzuputzen, die beständig imWasser stehen. Sobald der Abputz einer solchen Mauer fertig ist, mufs der Maurer Acht geben, obdurch das Zusammenzielm und Austrocknen des Mörtels kleine niste entstehn, und diese sogleich zu-streichen. Uebrigens ist hierbey noch zu bemerken,, dafs die angegebene Mischung nicht immer einer-ley seyn kann,, weil man sich allezeit nach dem xalche zu richten hat, der in einem Lande mehr Sandund puzzolane vertragen kann, als an einem andern. Geben , zum neyspiel, zwey Maafs puzzolane undein Maafs Sand, einen zu fetten Mörtel ; so mu r s man in dem nämlichen Verhältnisse die Menge derPuzzolane und des Sandes so lange vermehren, bis der Mörtel die gehörige Beschaffenheit erhält, Istdieses Maafs von Puzzolane und Sand zu grofs, so mufs man es vermindern,”