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Zu dem nur selten mit Wasser bespülten Mauenverk wird der Mörtel noebmehr verlängert, das ist, sechs Theil Kalch, ein Theil Traft , und zvvey Theil Sandgenommen.-
Eine vierte Art Mörtel ist derjenige, dessen sieh zum Grundbau bedient wird.Er besteht aus gelöschtem Kalch, Sand und zerriebenen ziegelstaub oder Mehl, wel-ches letztere die Franzosen auch, wohl ciment nennen. Solcher staub kann nochbesser ans Eorzelain- Formen gemacht werden : denn dieselben sind aus dem fein-sten xhon gebrannt. *) Der Bauinspector Manger bediente sich in Potsdam dazu2 xheil nalch, 2 xheil Sand, und einen xheil ziegelmehls. **) Perronet bedientesich zum Grundbau der Brücken -f gelöschten nalches und -f Sand, oder f gelösch-ten nalches und § Sand zum ordinären Mörtel; zum Wassermörtel aber ■§ xheil ge-siebten Kalch, und | Theil ziegelmehl, ohne in dem MÖrtelbette wasser zu nehmen.Der Mörtel selbst wurde mit der im vorigen §. beschriebenen Maschine geknetet.Zu den schleusen auf dem canal von Bourgogne gebrauchte perronet zur Fundirungf Kalch und §■ ziegelmehl; zu dem übrigen Gemäuer ^ Kalch und \ sand. Rege-mortes brauchte zur Brücke von Moulines § ziegelmehl und -f Kalch, gleichfalls
„In Ansehung des Mischens oder des Verhältnisses des Trasses miteinander, finden grofse Verschie-denheiten statt. Viele denken darüber verschieden, und ich glaube, dafs derjenige noch gebohren wer-den müsse, der nach der Theorie die Proportion des Kalchs Und Cements vollkommen, sicher bestimmenkann, ca.p, 13 , Ich, gestehe sehr gerne, dafs ich es aus folgenden Ursachen nicht zu thun im Stande bin,I.) Weil es einen grofsen Unterschied macht, zu welcher Absicht' dig Materialien dienen sollen, ob zuOehl- tauge- Regen- oder Schaumbehältern, wo immer eine andere Proportion von Mischung nöthigist. 2») Weil die rälle nicht immer gleich seyn, sowohl in Ansehung der Lage, als auch in Ansehungdes Zusammenhanges. 3,) Weil endlich der eine Kalch fetter ödes magerer ist als der andere, so machtdies eine merkliche Veränderung; wenn der Kalch und irafs sich nicht miteinander zu einer und ebenderselben Arbeit vereinigen, so wird sicher der eigentliche Nutzen und Zweck nicht erreichet werdentdenn es ist nicht genug, dafs man viel Kalch unter wenig Trafs, oder viel Trafs unter wenig Kalchnehme. Die Versteinerung, welche durch die Verbindung entstehen mufs, würde sehr geringe seyn,gegen die Versteinerung, welche aus einer gehörigen Proportion entsteht. Da nun die Versteinerungdurch Verbindung, minder stark ist, so würde gawifs mehr Nachtheil als Vortheil davon zu erwartenseyn, denn bey allen Gattungen des Mauerwerks ist die Versteinerung, welche einzig durch die Ver-einigung der riieile entspringt, die Hauptsache ,* 4
*) Dafs auch die Römer das Ziegelmehl der puzzolane nicht vorgezogen haben,, wie »inige behaupten,dessen ist eine, zwey Meilen von Triest angelegte Wasserleitung, die von da nach dem Meere gieng,von der ich im October 1303 noch Ueborbleibsel, bey der KÜnzinska - Mühle, gesehen habe, ein Beweis,Dieselbe ist mit Puzzolanmörtel gemauert, und hat zum Boden grofse Ziegelplatten, znr eewölbdecksund den SeitenwUnden ein Bruchstein-Gemäuer,
**) Dazu sind auch die nachzisgel so wie Topfscherben gutselbst aber die befsten Ziegel oder Mauer-steine nicht ohne NOtli zu gebrauchen. Sie werden erst zerstossen, und-mittelst einer mit Steinen ge-füllten und mit eisernen Stäben umgebenen Tonne a rig. 5'/. Tab. 84. zerquetscht , .wovon in Tab. 5f,der Durchschnitt steht. Diese Tonne, welche mittelst eines pferdegöpels c auf ein Steinlager herumge-walzt wird, zerquetschte täglich fünfzehn Cubik-Schuh ZiegehnehL GlasstUcke können auf »ben dies«Art zermalmt und dann gebraucht werden.