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Innern Gemäuer, welches nicht im wasser sieht, wird der sogenannte Bastard-Mörtel gebraucht. Derselbe besteht entweder aus drey Theilen Kalch, ein xheilTrafs und zyv’ey Theilen Sand, oder aus zwey Theilen Kalch und einen Theiisand«
der schwarzen ruteölanisclien Erde bedient hätten, weniger aber der rötbJicben, und dafs sie aacli dieStrafsen in und um Rom mit puzzolana machten,
Redelykheid in der von Major minderer übersetzten Abhandlung: über die Mauerarbeit, giebt nochfolgende praktische Regel beym Verfertigen des Trafsmörtel. I.) Mische man die vor nöthig befunde-nen Quantitäten, von Kalch, Trafs und Sand, trocken untereinander, so, dafs alle drey zusammen in.ein Ganzes vereinigt sind. 2 ,) In diese Mischung mache man eine Höhlung, giesse Wasser hinein undsteche sodann mit der Schippe den Kalch rings am ab, und thue das gestochene in die Höhlung, bis dasWasser bedecket ist» Nun setze man den Haufen um, mache wiederum eine Höhlung darin, und ver-fahre wie zuvor. Man versetze ihn nochmahls und lasse ihn so bis auf den andern rag liegen; nehmesich aber wohl in Acht, dafs man nicht zu viel Wasser brauche, was oft geschieht, wenn die Hand-langer zu faul sind, den Kalch gut durchzuschlagen oder auch wohl, wenn manche Entrepreneurs, denKalcharbeitern nicht Zeit genug dazu lassen. 3.) Am andern Tage mufs der Kalch wiederum überarbei-tet und mit Kalchsäbeln recht durchgeschlagen werden. (Die Aufseher sowohl als die Arbeiter mögenliiexbey bemerken, dafs die Kalchhauer beym Durcharbeiten, recht über den orund wegstreielien, undWenn man sie zurück zieht, ihnen eine schiefe nirection geben müsse, damit der folgende Hieb destowirksamer werde. 4 .) Ist der Kalch auf solche Art drey mal durchgearbeitet, so mufs er den Tag daraufzerrieben werden. Beym Zerreiben ist zu beobachten, dafs die Schaufel unter die Hand genommenwerden, und dafs selbige auch gleich und gerade auf den Boden fallen müsse, und dies mufs so langagetrieben werden, bis keine Körner mehr zu spüren sind; wird nun in der Verarbeitung, Zubereitungund Zerreibung, so wie gesagt worden, verfahren, so werden keine Körner mehr darin übrig bleiben»Die Körner kommen nicht blos durchs schlechte Loschen in den Kalch, sondern sie entstehen wohlmeistens aus der üblen Behandlung des Kalches, welches ich und andere mehr schon lange wahrgenom-men haben. Denn viele brauchen bey der Zurichtung des Steinkalchs zu viel Wasser auf einmal, ohnezuvor den Kalch, Cement und Sand trocken recht vermaischt zu haben, und daher setzen sich die Kalch-theile aneinander und verursachen Klumpen. Daher würde ich den Kalch (obgleich dieses wider vielerMeynung streitet 16 , cap.) in keine Gruben legen lassen, weil dadurch Klumpen herriihren, welches dieErfahrung aufs alierdeutlichte bestätigt hat. Erwägt man nun, dafs der Kalch, der sich durch die An-schwemmung der Feuchtigkeit stark zusammen gepapt hat, bey der Zurichtung sehr schwer, ja oft garnicht von einander zerrieben werden kann, und dafs die Klumpen verhindert werden, wenn der Kalchwie im vorigen gesagt Worden, bearbeitet wird, so wird man gewifs meiner Meynung beystimmen»Ganz etwas anders ist es, den Kalch ungelöscht, als gelöschet in Gruben zu legen : denn wenn er unge-löscht hinein gelegt wird, so fallen die rheile auseinander, gelöschet aber setzen sie sich in Eins zusam-men. Soll man Kalch und Trafs für wasserdichtes Mauerwerk zurichten (wasserdichtes Mauerwerk nenntman alle Mauern, welche flüssige Materien in sich enthalten, und flüssige Materien abhalten sollen),so mufs mau erst und vorzüglich den Kalch und Cement sieben, und das erstemal auf diese Weise,mit so viel Wasser durcharbeiten, als man zu einer ordinären zähon Mischung nöthig hat: ferner mufsmaa sechs Tage hinter einander einen gleich grofsen Haufen machen, und jeder nur so gvofs, als in einemTa'-'O verarbeitet werden kann. Endlich mufs man alle Tage die übrigen fünf Haufen recht wohl zerrei-
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ben , jedoch mufs kein Wasser, als blos mit einer Sprengbürste dabey gebrauchet werden. Das Zerrei-ben mufs durchs plattschlagen mit der Kalchschaufel geschehen, nachdem es mit der Schaufel in dünnenBlättern abgehoben worden ist; und der dabey gemachte sechste Haufe soll wenigstens dreymal den erstenTag durchgearbeitet werden. Man mufs bey dieser Küttarbeit ganz genau Acht haben, dafs Sand, keineSternchen oder andere Materien zu dem präparirten Kalch oder trafs komme, weil daraus viele Uumäeh-lichkeiten entstehen können,“ 1