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55. Wird das Eisen vollkommen geschmolzen oder eementirt, so heilst esftahl, der an Härte und Elasticität das schmiedeisen übertrifft, und womit die schnei-den unserer Werkzeuge geschweifst werden. Aus dem Eisen wird auch Eisenblechgemacht, und zwar auf den dazu eingerichteten vom wasser getriebenen Hammer-werken und walzen. Man kann sich dessen zu schleusenthoren und schützen, mitvortheil bedienen, wozu es bis jetzt noch wenig angewendet ist, nicht aber zu Brü-ckenbögen , weil es sich aus der vertical-Ebene ausbiegen würde. Auch kann manes verzinnen , um es gegen den Kost zu schützen.
5Ö. Kupfer, besonders mit f bis J- zinn vermischt, und wo diese MasseGlockengut heifst, wird zu den Rammklötzen, zu den zapfen und rfannen der schleu-senthore, zu den scheiben der Flasehenzüge und zu mehreren Maschinen - Theilen,mit vortheil gebraucht. gutes schwedisches Kupfer und englisches zinn giebteine vortreffliche Masse zu den zapfen und rfannen der schleusenthore, und zu den■Scheiben der Hebmaschinen. Will man Bronze haben, so wird noch Messing zumzinn und Kupfer gemischt, wiewohl aus diesen zwey letztem Metallen das Messinggemacht ist.
57. Indessen gilt die aus der Erfahrung gezogene Regel: der Ingenieur mufsdas Eisen zu den Mauern und pfahlwerken so wenig als möglich gebrauchen , weiles rostet und verkalehet, besonders aber dessen selten bey seebauten anwenden, weiles dort von der Seeluft bald oxydirt wird. So habe ich bey Venedig und ostende,an den pfahlwänden, solche Nägel angetroffen, von denen nach 10 Jahren bereitsganze Splitter sich ablöfsten. Auch mufs im See - oder salzwasser das Eisen, wederdas Kupfer noch andere Metalle berühren, weil es alsdann, wie die Erfahrung zeigt,oxydirt wird.
Wer über alle diese Metalle und compositionen viel zusammengetragenes lesen,will, den verweise ich auf Stieglitz Eucyklopädie der Baukunst, und Gjlljs Handbuchder Landbaukunst.
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