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haben , durch welche ein eiserner splies, der Q,ueere nach, gesteckt wird, welchesauch in der angezogenen Figur angedeutet ist. Sie heifsen spliefsbolzen. Ueberhauptmufs man des Eisens so wenig als möglich (bey dergleichen Anlagen) gebrauchen,weil dasselbe dureh allerhand Mittel entwendet wird,
$. 68. Wiewohl solche Abdämmungen nur auf eine zeitlang stehen und dasWasser abhalten sollen, so erfordert dennoch ihre Anlage viel vorsischt! Lassen sie*während des Baues , das Wasser in die Grube eindringen , so entsteht Aufenthalt imBau und , durch das Ausschöpfen des Wassers, eine unnütze Ausgabe, die nicht sel-ten sehr bedeutend wird. Sie müssen daher tief genug fundirt werden, um dasEinquellen des Wassers zu hindern. Bey der Franzensbrücke in wien habe ich esleider mit angesehen, wie ein solcher Fangedamm das wasser durcbliefs, währendan den grofsen schöpfmaschinen, die aus der Baugrube das wasser auffördern sollten,Tag und Nacht 500 Mann arbeiteten. So wurde mehrere Wochen über diese nanai-den-Arbeit verrichtet, welche 24000 fl. kostete, und das wasser fiel nicht eher, bises in der vor der Baugrube vorüber gehenden Donau gefallen war. So lassen alsodie Regierungen bey einem Theile eines Baues eine gröfsere summe verschleudern,als der drey - und vierfache Gehalt eines kenntnifsvollea Ingenieurs beträgt, der sol-chen unnützen Arbeiten zu begegnen versteht.
Unter allen umständen ist es daher eine praktische Vorsicht: l) dafs man dieFundamente der Bauwerke in Jahreszeiten zu legen suche, in welchen die Flüsse ge-gewöhnlich niedriges wasser führen; 2) dafs man das unterirdische wasser von derBaustelle auf alle erdenkliche weise ableite. Es ist daher, wenn sich Quellen ein-stellen , bey Errichtung einer canalschleuse, die untere und obere canalhaltung, inder Nähe der schleuse, nachdem ein hinreichend dickes Erdstück stehen geblieben ist,bis unter der Gründung der schleuse auszuheben. Ein gleiches ist bey den schleu-sen , die an Hafen und Bassins angelegt werden, zu beobachten.
Um der langen Spundwände, welche sich während des Einrammens umbiegenund aus den Falzen springen, zu entbehren, wird auch wohl der obere Theil eineshohen Fangdammes aus solchen Planken gemacht, die hinter den stützpfählen hori-zontal liegen, wo dann der untere Theil nur eine Spundwand erhält. Auf diese weiseist (Fig. xv. xvi u. xvii. xab, 83.) der Fangdamm vor der schleusengrube am See-hafen mewrendiep in Holland gemacht worden, dessen constmction ich im isten nd.Seite Ö53. beschrieben habe. Dieser auf Tab. 83. Fig. xv. dargestellte Fangdamm istübrigens als ein Muster beym Bau der seeschleusen zü betrachten. Er war so dichte,dafs er kein wasser durcbliefs. Aus der schleusengrube wurde anfänglich das wasser,bis zur Ebbe, durch die kleine schützöffnung a Fig. xv. ausgelassen.
$. ÖQ. Bey Errichtung der Fangdämme sind nun folgende Vorschriften als diewesentlichten zu beachten, bey denen ich zugleich die mith - oder Dammplankennäher beschreiben will. 1 ) Mufs das Ende eines Fangdammes oder einer jeder künst-