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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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dies Mauerwerk sie herahdrücke und das senken desto gewisser vor sich gehe.Wenn sie bis auf den festen Boden gesenkt ist, so wird vollends derjenige Raum,Welchen sie umschliefst, vom sande befreyt und ausgeschöpft. Ist er wasserleer undgeebnet: so führt man darin das Mauerwerk e Fig. 48- auf. Dasselbe könnte manaber, der gröfsern Sicherheit wegen, auf sinkstücken oder einem schwellroste legen.Ein pfahlrost würde überflüssig seyn, nachdem schon vorausgesetzt ist, dafs dieDammkiste bis auf den festen Grund hinabgesenkt werden mufs.

Diese Methode wird in solchen Gewässern, wo der ström langsam fliefst, inson-derheit zu Hafendämmen, wenn es an Faschinen fehlt, wenn also die bey dem Hafenvon Lindau s. 104. angewendete construction, welche ohne Zweifel den Vorzug vorden Baumethoden in Kasten und Fangedämmen verdient, nicht angewendet werden kann,zu empfehlen seyn 5 aber noch mehr zu Kay- und Festnngsmauern in stehendes Gewässer.

Tardif giebt noch eine parallele der Kosten von dieser Bauart und der gewöhn-lichen mit Fangedämmen, findet sie für die erstere geringer als für diese. Die we-sentlichen Vorzüge dieser Methode bestehen darin: dafs man mit derselben daselbstfundiren kann, wo wegen der grofsen riefe, die sonst bekannten Fangedämme, nichtmehr angewendet werden können.

§. 82. Den Fangedämmen hat man nun ehemals zu viel Stärke gegeben undgrofse summen darauf verwendet, denn die Furcht entsteht aus Mangel an eigeneroder fremder Erfahrung. Da man aber in Friesland, Seeland und Nordholland , seit vielenJahrhunderten die Durchbrüche der Deiche mit herabgelassenen segeln verhindert hat,so bediente man sich wohl deswegen eines Segeltuches zur Abhaltung des wassersbeym Bau einer schiffsdocke zu plymouth, wie es le sage in seinem recueil de diversmemoires i. p. p. 105., zeigt. Man rammte 7 bis 8 zoll starke pfähle anf 5§ fuIsEntfernung, 7 sehuh unter dem stände der Fluth ein, Iiefs vor dieser pfahlreihe fich-tene zusammen gefügte Bretter hinab, und vor dieser Bretterwand befestigte mangethertes Segeltuch, um das Eindringen des wassers zu verhindern, und schöpftedann das wasser aus der Baugrube mit zwey schaufelwerken; eine Methode, dienachgeahmt zu werden verdient.

$. 83. Nach welcher Methode nun auch der Ingenieur die Fangedämme einzu-riehten für gut findet, so wird er sich doch, wo möglich, für ihren Gebrauch hüten,und andere Gründungen, hey denen er dieselben entbehren kann, dem Bau mit Fange-dämmen vorziehen, weil sie nicht nur selbst viel Geld und zeit kosten, sondernauch das Ausschöpfen des wassers aus den Baugruben grofse summen erfordert, unddurch, die Anschwellung der Gewässer gehindert werden kann.

- sw

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