Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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der schleuse Wurde, über der Thonwand hin, ein zwey schuh dickes umgekehrtes ziegel-gewölbe, in cement, mit noll-iagen gemauert. In demselben brachte man siebenganze und zwey halbe Gurtungen von Quadern an. Dieses Gewölbe wurde mit denwiderlags-Steinen // geschlossen. Es sollte dsm etwa aufquellenden wasser denEintritt in die schleuse versagen, wozu die Thonwand gleichfalls sehr zweckmäfsigwar; und dann sollte die Aufhebung desselben von der gewählten Form unmöglichgemacht werden. Der obere Theil des Schleusenbodens,, bis zur Fallmauer, bestehtaus grofsen-keilförmig zugehauenen Werkstücken Figr 18, die eine Verschiebung gänz-lich verhindern. Da oftmals die sclileusenbödea von dem wasser, am ober- oder unter-haupte der Kammer unterwaschen werden, wenn es an sturzbetten fehlt, so legte perronethier ein Faschinenwerk an, bedeckte dasselbe mit einem liegenden nost, der amEnde auf einer Reihe rfahle nihete. In dem Zwischenraum wurden 5 Fufs langepfähle durch das Faschinenwerk geschlagen , um welche man Verzäunungen machte,deren Felder regelmäfsig gepflastert wurden. Alle diese Arbeiten sind, so wie diegesammten dortigen schleusen und Brücken dieses angefangenen canals mit einer be-wundernswürdigen Genauigkeit gemacht und das Materiale ist vortrefflich. Ich habe *einige zwanzig fertige schleusen im Jahr 1800 gesehen und eine wie die andere ge-arbeitet gefunden.

§. g2. Der zweyte durch murgogne gehende canal, das ist der canal von chci-rollois', hat gleichfalls Schleusen ahne einen schwellrost, ja selbst die Spundwändefehlen denselben-, Tab. 81* Fig. 6. 14* und 15. Der General-Inspector Gciuthey hatdiese Schleusen auf den natürlichen sehr festen Boden blofs mit Bruchsteinen in ro-riotschen Mörtel gelegt, fundirt. Der Boden von den Schleusenkammern ist nurzwey schuh dick, und das Bruchstein -Hauerwerk des unter- und Oberhauptes gehtswey schuh tiefer, als das der schleusen-Kammer. Da diese mittelst zwey vertiealerSchächte / d gefüllt wird, so hat man unter den obern Schächten, in der Fallmauer,ein Gewölbe e von Werkstücken angelegt.

$. Q3. Noch leichter als an diesen schleusen ist der Boden mancher schleusein -England gemacht. Bey einigen der Englischen canalschleusen Fig. 8. Tab, 81. be-steht der Boden aus- einen schuh dicken Werkstücken,, die ein verkehrtes Gewölbebilden. Bey andern schleusen (Fig. 10.) ist dasselbe von ziegein gemauert* Begreif-lich kann diese Bauart nur eine geringe Dauer versprechen, zumal wenn die ziegelnicht gut gebrannt sind und nur ordinairer wohl gar schlechter Kalch zum Mörtelgebraucht wird. Ich kenne dergleichen mit schlechtem Materiale erbaute eanalsehleu-sen^in Deutschland , die nicht seehs Jahr gestanden haben, ohne dafs ihre Mauernübergewichen wären.

Weit vorsichtiger als in England hat man einige schleusen am canal von vroll-1iatt « erbauet, denn der Boden besteht aus einer 8 bis 10 Fufs dicken ziegelmauer,die zum xheil auf Felsen liegt, welche wahrscheinlich- aus einem klüftigen Gestein

II, Bi, TZ