bestellen. Die ober» sechs schleusen sind vollkommen im Felsen ausgesprengt undgehauen. Man sehe Tab. 92 ., die zum dritten Bande gehört.
Q4. Die Gründung auf mittelmäfsigen Boden sollte niemals ohne einenSchwellrost geschehen, wenn man gleich auf den »öden ein Bett von Mauerschutt ge-schüttet, dasselbe recht tüchtig zusammengestampft und einen Gufs von Trafs, poz-zolan oder wasserdichten MÖrtel - cement oder auch Hammerschlag und schlacken,darauf geworfen hat. Es kann nämlich ein auf solchen Boden aufgeführtes Bauwerksich senken, das ist, den Grund zusammendrücken, ja sogar ungleich, wenn die Lastnicht auf der ganzen Oberfläche gleichförmig vertheilt ist. In solchem Boden vieleGrundpfähle einzurammen, kann öfters den Erfolg haben, dafs dieselben wegen dergrofsen Elasticität des Erdreichs, welche Thon und Lehm u, s. w. hat, wieder aufzu-steigen streben, und nur auf eine geringe Tiefe eingerammt werden, wenn man beydem Einrammen nicht sorgfältig verfährt; mithin ist ein schwellrost besser als eindamit verbundener pfahlgrund. Nach diesen Grundsätzen hat Blondel die grofseSeilspinnerey bey Rochefort nur auf einen schwellrost, nicht aber auf einen pfahl-grund gebauet. Der Baugrund bestand an der Oberfläche zwey Schuh tief aus Rasenund schwarzer Erde, darunter lag eine 10 bis 12 schuh dicke Lehmschichte, die jetiefer, desto weicher wurde, und endlich in Schlamm endigte. Da nun der so ge-“staltete Boden bis zu einer zu grofsen riefe hinabging, um pfähle darin zum stehenzu bringen und die Lehmschichte nicht sehr tief sinken konnte, so beschlofs Blondel:die Last auf den Boden so viel als möglich gleichförmig durch einen liegenden ros t zu“vertheilen und so den Rost stark zu machen, dafs diejenigen Felder, welche nicht wie*andere, mit einer Mauer, beschwert werden, sich nicht aufbiegen konnten. Der Rostwurde drey schuh tief in den Lehmboden gesenkt. Die Queer - und Längenschwel-lön waren 10 zu 11 zoll stark, und wurden auf 11 zoll Abstand gelegt. Auf diesesGitterwerk wurde ein 4 zoll dicker Plankenboden genagelt, worauf die Bruchstein-Mauer errichtet ward»
$. 95 . Bey der Gründung der Brücke von xaintes, über dem Charente - rlufs,verfuhr Blondel folgendermafsen. Er sagt in seinem cours d’Architecture: „Im Jahr1665 schlofs ich den sogenannten Bezirk der Gründung in eine Abdämmung ein, umdas wasser unter den alten Bogen des altern rheils dieser Brücke durchlaufen zulassen. Ich sah, dafs man die verdorbenen Theile auf Grundpfähle errichtet hatte,wovon viele meistens durch die Pressung des Lehms, zurückgetrieben worden waren,und zwar so ungleich, dafs einige um mehr als einen schuh aufser dem Niveaustanden, welches den Ruin der pfähle und der Brücke nach sich gezogen hatte.
Was das Terrain betrifft, so war unter einem Fufs Schlamm ein Grund von festemLehm, so tief, dafs ich das Ende davon nicht finden konnte, obgleich die Sondenin Form eines grofsen Bohrers, bis zu 60 Fufs Tiefe gingen. Ich liefs ungefähr7 Fufs unter dem wasser graben, im ganzen umfange der Lange der Brücke und