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§. 135. Die zwey merkwürdigsten wehrdämme (aeversoirs) bestehen an denBassins von Ferriol und Lampy Tab. 80 und 93 . in Languedoc , zum Behuf des dor-tigen canals. Der wehrdamm am Bassin von Ferriol Tab. 80., der das Laudot-Thaisperrt, ist das wichtigste werk bey dem Mittäglichen - canal. Er besteht aus dreyMauern, wovon die mittlere und gröfste nl, eine Länge von 2400 pufs, eine Höhevon 100 Fufs, an der Basis eine Dicke von 24 rufs, und oben von 6 schuh hat.Die mittlere Mauer macht einen Körper von 5478 cubik - Klafter. Diese Mauern, sowie das übrige Gemäuer sind auf einen Felsgrund erbaut, und der 1Ö000 cubik-Klafter ausmachende Zwischenraum ist mit Erde und Kiesel gefüllt. Zur Verhinde-rung der Filtration ist hinter der grofsen Mauer eine 6 schuh dicke Thonlage undeine grofse Erdböschung vor dieselbe geworfen. Der innere Bau, der Eingang, sowie die verschiedenen Wasserableitungen bestehen aus folgenden Anlagen: im unternKörper dieses wehrdammes sind zwey Gewölbe Fig. ni. a oder Aqueducte u und ogemacht, wovon das letztere uöllengew'olbe (voute d’enfer) heifst, welches zur gänz-lichen Ablassung des Bassins dient, und das wasser in das Gewölbe von vidange kkFig. in. b, welches 9 Fufs breit, und 12 Fufs hoch ist, dann aber in den Leitgraben 5des Auslasses (rigole de fuite) führt, von wo es in den ehemaligen Bach Laudot fällt.Beyde Aqueducte u und o stehen mittelst eines Schachtes in Verbindung. Um das-jenige zu verstehen, was gleich von den drey Röhren, die mit Hähnen versehen sind,gesagt werden soll, mufs man sich das stück n m Fig. in. b über das untere Gewölbebey o, d. i. über qq denken, wenn man eine richtige Vorstellung von der construc-tion haben will. Es ist nämlich in dem Kupfer zur Ersparung des Raumes seitwärtsgezeichnet worden. Die vordere Mauer dd, worin sich der Eingang der Aqueductebefindet*; ist 42 schuh hoch und unten 20 schuh dick. Da zwischen dem obern unduntern Gewölbe über yq: drey nöhren liegen, so mufste von aussen eine Gallerie,d. i. ein Gewölbe al Fig. in. b oder l Fig. in. a (voute des Robinets) gemacht wer-den, von dem man auf mehreren stufen zu den bronzenen 9 zoll im Durchmesserhaltenden, und 15 schuh 3 zoll lang seyenden drey Röhren, die zwischen 0 und pFig. in. b liegen, gelangt.
Dasjenige wasser, welches der zaudotbach führt, wenn man in das Bassin kei-nes mehr einlassen kann, wird seitwärts in den Leitgrahen a. e. g. i. r. (man seheden plan des Bassins Tab. 80.) geführt, und zwar über ein bey a liegendes wehr.Zugleich wird dann das bey g liegende Schütz, durch welches, während der Füllungdes Bassins, der sach i.ancastre fliefst, zugesetzt. Da der bezeichnete Leitgraben einstarkes Gefall hat, so ist dessen Sohle in gemauerten stufenförmigen Absätzen getheilt,um die Geschwindigkeit des darüber fliessenden wassers zu verringern. Diese Seiten-ableitung des Baches Baudot ist auch während der zeit, als das sassin leer steht,und an den Ausbesserungen des wehrdammes gearbeitet wird, nothwendig.