Ö23
fünf wehröffirangen, ein profiil von 5. 53. 10 = 1Ö50. Quadrat-schuh; Ich glaubtedie Geschwindigkeit in diesen wehröffnungen, bey dem höchsten Wasserstande: sehrgeringe annehmen zu müssen, um bey der Berechnung ganz sicher zu gehen, undsetzte dieselbe zu 14 schuh , in der Sekunde fest, wiewohl die Theorie *) IQ shuhangiebt und die Erfahrung jetzt gezeigt hat, dafs die Geschwindigkeit über 22 schuh beträgt. Es entsteht daher eine wassermenge von 1Ö50. 14 = 23100 cubik-schuh ,welche durch die wehröffnungen (bey dem obigen wasserstande von 5 § schuh überden niedrigsten des aufgestauten Stromes, in der Sekunde abfiiefsen können. Hiezukömmt die wassermenge, welche durch die Flofsöflfnung strömen wird,, deren Ge-schwindigkeit (wegen der höhern Lage der sohle des Ablasses, die 3 rufs 2 zoll un-ter dem niedrigsten wasserstande des aufgestauten Stromes gelegt worden ist) wenig-stens zu eilf Schuh anzunehmen war **), welche wassermenge, da ich die weite derEinflufs-Mündung zu 36 schuh festsetze — 3' 2 #/ -f- 5' 6 ". 36 . 11 — 3452 cubik-schuh ist, so erhält man 23100 4 . 3452 =* 2Ö552 cubik-schuh für die gesammjtedurch alle sechs wehröffnungen strömende wassermenge bey der wasserhöbe von5 £ Fufs über die niedrigste; welche, 5 \ Fufs unter der vormahls eingetretenen was-serhöhe bleiben wird, indem diese eilf schuh betrug. Wir sehen daher: dafs wie-wohl die wassermenge, welche der MÜhlcanal von den Thalermühlen abführt, nichtmitgerechnet ist, die fünf wehröffnungen und der Flofsablafs tausend zwey undneunzig cubik-schuh in jeder secuude mehr abführen können, als der höchste strömlieferte. Folglich bleibt ein grofser ueberschufs , selbst wenn man auch die Einwir-kung des Aufstaues und wasserpafswechsels, die die vfeiler der fünf wehröffnungenan ihren vorderen wänden, auf die Verminderung des Abflusses haben, in Rechnungbringen könnte.
Damit aber ein in der Nacht schnell auflaufendes Gewässer nicht nur über dieBalkenwände xr (Fig. 1 . Tab. 101. oder Fig. xnr. Tab. 102.), der wehröffnungen,stürze, sondern noch durch ein gröfseres profil abfliefse, sobald der aufgestaute Stromhöher dann 8 zoll ***') über den niedrigsten Strom steigt, legte ich in jeden pfeiler einZirkelgewölbe g (Fig. xv. Tab. 102.), dessen sohle vorne 8 zoll über und beym Aus-gang 8 -f- zoll unter den niedrigsten wasserstande des aufgestauten Stromes liegt. -
*) Wenn man nach der Theorie rechnet, die Hohe des Wassers in einem der Wehröffnungen " h, dia
Breite der Oeffnung — fc, das oefäll von der Sohle “ d und die Länge zz l setzt, so erhält mau in
/} h
diesen Wehröffnungen bey 5,5 rufs Wasserstand die Geschwindigkeit c ~ 90,9 \/ r ' ( ^ j <
19 rufs.
t)
**) Dafs diese beym Entwurf des Webres angenommene Geschwindigkeiten nicht zu grofs waren, hat jettedie Erfahrung hinlänglich bestätigt; So betrug dieselbe bereits am 20 December 1811 bey einem Wasser-stand von 2 Schub über den niedrigsten, in dem rlofsablafs 14,44 Schub in der Sekunde, und im Junyigi2 bey einer Wasserhöhe von 4 Schuh über den niedrigsten Stand des aufgestauten rlusses, l5,y5Schuh Geschwindigkeit in der Secunde.
***) Diese Höhe habe ich (zum Ucberilufs) für den Umtrieb der Mühlen angenommen,