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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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wühlen hiebey im Umtriebe erhalten werden, weil die kleine - Isar , nach negulirungdes obern-wehrs, mittelst der Balkenwand desselben, nicht mehr so hoch anschwsl-len , folglich auch nicht so hoch als jetzt unter die Mühlräder zurück stauen kann.

* Indessen will ich dem wünsche der Gewerkbesitzer entsprechen, und die Berechnung

Wirklich bey acht zoll wasserstand machen. Dabey kömmt nämlich die oeffnungund die Lage der sohle von dem Flofsdurchlafs zu betrachten. Diese letztere solldrey Fufs zwey zoll unter dem niedrigsten wasserstande zu liegen kommen, folg-lich beträgt das profil 3' 2" •+» 8" . 3Ö' — 138 Quadrat-schuh. Diese vervielfälti-get mit der Geschwindigkeit, welche man bey diesem* wasserstande zu zehn schuhannehmen.kann, so erhält man eine wassermenge von 1380 Cubik-schuh, welcheder rlofsablafs durchführt. Nun beträgt aber die wassermenge bey diesem wasser-,Stande, welche über die ehemaligen zwey wehre stürzte, wie wir oben gesehen haben,7Ö3Ö cubik-schuh, davon diejenige mit 1Ö71 cubik-schuh abgezogen, welche we-niger bey einem wasserstande von acht zoll als bey einem von zwey und zwanzigzoll durch das profil Nr. 11. fliefst, so erhält man eine wassermenge von 5965 cubik«Sehuh. Es bleibt also noch ein ueberschufs von 5965 — 1380 = 4585 cubik-schuh ,Welcher durch eines der übrigen wehröffnungen stürzen mufs j demnach ist dieWeite und Tiefe des Flofsdurchlasses nicht zu grofs.

Uebrigens sieht man sehr leicht ein, dafs , indem die wehröffnungen durch Bal-ken zugesetzt werden, worüber das weitere unten vorkömmt, der ström, je nachdemes der umtrieb der Wasserräder erfordert, aufgestauet werden könne. Da ferner derFlofsdurchlafs , in der Nähe der Einflufsmiindung, von dem MÜhlcanale der unterstenMühle, gelegt ist: so kann diese Mündung den ström einschlürfen , und vor dersel-ben ist eine Versandung unmöglich , folglich ist auch für diese Mühlen vollkommengesorgt. Wäre aber (wie Einige projectanten vorgeschlagen haben) die Flofsfahrt indie witte des wehres angelegt worden, so würde nicht nur eine Versandung der Mün-dung des canals der untersten Mühlen, das sind die Thalermühlen, entstanden seyn,sondern vor dieser Mündung hätte sich, wegen der wasserstauung, eine neue Eis-decke gebildet.

Die dritte Bedingnifs anbetreffend, so will ich mich nicht allein auf die Erfah-rung stützen, indem ich die sohle des Flofsablasses nicht höher gelegt habe, alssie früher gelegen hatte, sondern ich will dies durch eine Berechnung zeigen. DieFlofsfahrt geht bey dem wasserstande von einem Fufs zehn zoll der Isar , auf die-sem Flusse vollkommen. *) Ich will diesen also annehmen, wiewohl in der Zukunftbey einer gleichen wassermenge, die von oben herab kömmt, wenn es verlangt wird,der wasserstand des niedrigen Stromes bey nandshut höher seyn kann, indem ich

•) Als die Isar bey ramlsliut 1 Schuh 10 Zell am yeecl stand, imd im sehsrnuJgsstahde war, zeigte der^egel unterhalb München zwey Schuh,.

II. Bd.