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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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festigt werden, weil der ström einen Ealken von 5Ö' Länge zerbrach; da man keinelerchene und eichene Balken, sondern nur richtene hatte.

$. 152. Jetzt will ich zu den Gründungen dieses Wehres übergehen, zugleichdie Ausführung des Baues und einige dabey gemachte, für den Ingenieur wichtigeErfahrungen und Beobachtungen * anführen. Der Grund des ganzen wehres bestehtaus einem 132 schuh breiten raschinenbau (welcher anfänglich 100 breit seyn soll-te : aber wegen den alten im Flufsbett stehenden pfählen breiter gemacht werdenmufste) den wir in den plan rab. 101. mit Queerstrichen angedeutet sehen, undwozu 40000 Faschinen gebraucht sind. Mit dieser von beyden ufern zugleich an-gefangenen Faschinen - Gründung wurde zuerst der Strom gesperrt, und es warmerkwürdig wie derselbe bereits über einen grofsen iheil dieses Faschinenbaues fiel,während noch bey dessen zuschlusse, da wo jetzt der Pfeiler uro. 5. steht, gearbei-tet wurde.

Allerdings war es für den ganzen Bau selbst ein sehr nachtheiliger und kost-bahrer umstand, dafs diese Faschinengründung erst am g. May 1810., als die Ge-wässer bereits im steigen waren, angefangen werden konnte. Sie mufste daher dreySchuh höher aufgeführt werden, als sie nach dem plane aufgeführt werden sollte,weil es unmöglich ist, in einem reissenden, voller pfahlwerk stehenden und wach-senden Strome, einen Faschinenbau, unter der Oberfläche des wassers, aufzuführen.Diese überflüssig nach der Senkung des Faschinenbaues immer noch zwey schuh be-iragende Hohe mufste daselbst, wo die pfeiler stehen, vier Schuh unter dem wasserabgenommen werden, als man den Rost dieser pfeiler legte; eine Arbeit, von der ichunten mehr erwähnen werde. Es entstand also eine zweyfache unnöthige Ausgabe:l) für die zu hohe Aufführung des Faschinenbaues und 2) für die Wegnahme derobern Lagen , als die rundation der pfeiler und die Legung der Roste des ganzenSturzbettes bewerkstelligt werden mufste.

Da die Genehmigung des Baues erst am 10. April 1810 erfolgte, derselbe desbaufälligen zustandes vom alten wehre a b (siehe den plan Tab. 101.) aber im Jahre1810 gröfstentheils vollendet werden mufste: so liefs ich bis zum g. May viele hun-dert pfähle des von 1745 bestehenden und erwähnten ältesten wehres herausziehen,damit die Faschinen-Gründung sich gröfstentheils auf den Grund senken konnte , undin dieser Zwischenzeit wurde die Anschaffung der Materialien betrieben. Diese Grün-dung hat eine Dicke von 5 bis 17 schuh, eine Breite von 132 schuh , und eine Längevon 317 schuh erhalten. Sie war bis zum g. Juni glücklich bewerkstelligt, nach-dem ich am 2Q- May auf dem alten viel wasser durchlassenden W'ehr A sc einePlanken - Abdämmung hatte machen, und den vorher seit zwey Jahren zugedammtcnFlofsablafs hatte öffnen lassen, um den ström dergestalt zu theilen, dafs die Kies-bank ck nicht fortgeschwemmt werden konnte, weil diese das Beschwerungs-Materialzum Faschinenbau hergeben mufste, um bedeutende üosten zu ersparen. Im May

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