blick versäumt werden durfte, so konnte ich die Vollendung der Einrammung nicktob warten, sondern mufste nach und nach die Grundlegung des Rostes bewerkstel-ligen lassen.
: Es ist schon bemerkt worden, dafs die stelle, wo das wehr erbaut werden
mufste, voller alten pfähle stand. Es Wurden daher zur Sicherung des sturzbettes inden linkseitigen zwo wehröffnungen zwo Reihen eichener spundpfähle, i6 bis 22schuh tief, eingeramint, deren Falze einen Triangel bilden. Die eine wand steht hin-ter der vordem pfahlreihe, welche vor allen Pfeilern hergeht , und die zweyte stehtunter der vordem Balkenwand x y. Auch wurde von der untern spitze des Pfeilerstfro. 3. bis zu den rfeiler nfo. 2. eine pfahlwand eingerammt, worin pfähl an pfählsteht. Der vorkopf von den tandpfeflern Nro. 1. ruht auf eine pfahlwand, worinein pfähl den andern berührt, und diese geht so bis gegen das schütz der schleif-mühle. Die pfähle der Fachwerke von den mirchlafsöffnungen, so wie die vorderepfahlreihe 11 f! g. l, Tab. 101., sind mit einem Rammklotze, von 742 rfund schwer,12 bis 14 Fufs tief eingerammt Worden.
§. 155. Während das Einrammen der Grundpfähle bewirkt wurde, liefs man dieeichenen schwellroste, wovon J eines Rostes, in Fig. 1. Tab. 102. sichtbar sind, auf deüxwerkplatze, auf einer genauen, auf eingerammten pfählen ruhenden Bretterlage, zimmern,und hozizontal nach der aus catten gemachten Lehre abbinden. — Dabey sind fol-gende Beobachtungen gemacht: a) Zwey zimmergesellen brachten mit dem Behauenauf vier seiten eines 36 Fufs langen, und 12 zoll im Viereck habenden eichenenBalkens, eilf Arbeitsstunden zu. b) Sechs zimmerleute arbeiteten auf dem werkplatzean der Zimmerung und Abbindung eines pfeiler-Rostes, und init der Legung und Zu-richtung der vierzölligen neckplanken, die queer über jeden Rost ganz liegen, (mansicht davon bey Nro. 6. Fig. 1. nur einen riieil) sechzig stunden, c) Mit Bohrungder sowohl durch die Rostplanken, als den Rost selbst gehenden Nagel-Lochern ha-ben zwey zimmerleute 10 stunden zugebracht. Das Gewicht des baierischen cubik-Schuhes Eichenholzes zum Rost betrug 41 § pfund baierisch.
Die Legung des Rostes unter dem Mauerwerk dieses wehres war nicht nur aus-ser st beschwerlich, sondern auch kostbar. Da die Faschinengründung nicht im Fe-bruar und März, wie es hätte seyn sollen (§,152.), sondern erst im May angefangen► werden konnte, so mufste dieselbe, um stets über die Oberfläche des wassers gehaltenwerden zu können, im Mittel drey schuh höher gelegt werden, als sie nach dem planegelegt werden sollte. Da auch der wasserstand nach Vollendung des Rammens beyeinigen Pfeilern zwischen zwey bis fünf Fufs über den niedrigsten war, so konntendie Grundpfähle mit der wassersäge nicht anders unter wasser, bis zur bestimmtenTiefe , abgeschnitten werden, als dafs zwey bis drey Lagen von dem Faschinenbauheraus gerissen wurden. Die Beschwerlichkeit dieser Arbeit bey solchen wasserslän-den hat abermals einen Beweis von der Festigkeit des Faschinenbaues gegeben , denn