Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
Seite
666
JPEG-Download
 

seitenmauern abgenommen werden mufsten, um hur mit 7§ schuh breiten Barkendie neuen schleusen pä’ssireu zu können; zumal ihre Seitenwände schon in den erstenzwo Jahren aus dem verticalen Stande übergewichen waren, g) Auch müssen in denSeitenwänden hinlängliche Bäume (xhorkammern), nicht nur für die xhore, sondernauch für die darin angebrachten kleinen Aufziehschütze seyn. Ich würde diese in dieAugen springende Vorsicht nicht erwähnen, wenn sie nicht bey manchen schleusenausser Acht gelassen worden wäre. So sollte z. b. die schleuse zu rwardyk, zumDurchlässen grofser Kriegsschiffe, 44 schuh oeffnung haben und hatte dieses umstandeswegen, dafs nämlich die kleinen schütze in den Thorkammern nicht platz fanden,nur eine weite von 42', 8" selidor 2 t!i. §, 132. h) Die Lange der schleusen richtetsich l) bey blofsen durch Dämme gehenden Enlw'ässerungs - schleusen, nach der Breitedes Dammes *); dem,Raume, den die Thorflügel, wenn sie offen sind, längs derschleusenmauer einnehmen und nach der Länge der Flügel, welche man den schleii-senwänden, der Sicherheit oder Festigkeit wegen, geben mufs. Zu dieser Längekommt bey solchen schleusen, die einen schnellen Strom oder hohes wasser abfüh-ren, noch öfters ein vorboden von Faschinen und Steinen mit Planken bedeckt, hinzu.i) Bey den Schifffahrts -schleusen hängt die Länge von der Länge der schiffe, undvon der Methode, nach welcher die schleuse mit wasser gefüllt wird, ab. Geschiehtdie Füllung durch Thorschütze: so fällt das wasser über die rallmauer und das schiffmufs auf eine solche Entfernung von dieser Mauer gestellt werden, dafs es nichtvon dem darüber stürzenden wasser gefüllt werde; es mufs daher das schiff vondieser Mauer um ihre Hohe entfernt bleiben, und die schleuse um so viel längergemacht werden, als wenn die Füllung durch Umläufe Tab. 81. rig. 1. und 2. oderverticale schachte Fig. 6. und 7. geschähe. Folglich ist der Wasserbedarf bey allenSchleusen, in denen das wasser auf die erstere Methode eintritt, gröfser als bey de-nen, die nach den zwo letztem Arten gefüllt werden. Da, wo es also schlechterdingsauf Wassersparung ankömmt, mufs man sich der verticalen schachte oder der geneig-ten umlaufe bedienen. Auch bey diesen Umläufen mufs die schleusenlänge von derSpitze des untern schlagdrempels bis zur Fallmauer gerechnet, die Länge des Schiffes■— etwa l bis 2 schuh ■*— übertreffen, denn dasselbe wird von dem Aufquellen deseinlaufenden Wassers immer noch gegen das untere Thor gedrückt, welches es dahererschüttert, k) Pie Entfernung des obern bis zum untern vorboden bestimmt derIngenieur auch darnach, l) ob ausserhalb den Thoren eine Dreh- oder Aufzieh-Brücke

*5 Die iliore werden hinter dem Damme n»d nur selten das riutlithor in der Krone des Dammes ge-macht: es sey denn, dafs der Damm von der Sehleuse gänzlich durchschnitten und die Schleuse nichtüberwölbt wird, wie bey der Koornschleuse (rab, 75 .) So haben z, B. die mehresten Holländischensntwässerungs- Schleusen ihre ihore in der Inneren Böschung des Dammes, aber nicht unter der Krone;jedoch macht die im Jahre 1673 angelegte j5 Schuh breite Orange - Schleuse an der Maas , (S, xab,

»ine Ausnahme,