zuvor die Planken mittelst eines Stroh- oder nolzspänn-Feuers erwärmt sind. 18.)An jeder Seite der Flügel und hinter der Umfassung von den Strebepfeilern werden4 und 8 zoll starke Streckhölzer, wie rig. m. zeigt, gelegt. 19.) Ueber dem soverfertigten ersten Planken - oder nostboden 3,3, wurden die eichenen Deckhölzeroder die zweyte nage Queerschwellen 2, 2, gelegt. Sie sind zwey zoll tief in dieLängenschwellen eingelassen, um genau auf den Plankenboden 3,3, zu liegen, derum so viel niedriger (2 zoll) als jene Längenschwellen eingekerbt sind, gelegt ist.Die 9 bis 11 zoll starken und 27 schuh langen Deckhölzer wurden auf jede Längen-schwelle mit zwey zoll starken eichenen Nägeln, auf die oben angezeigte Methode,fest genagelt, und reichen zwey schuh in die seitenmauern. 20.) Die zwischen denDeckhölzern entstandenen Felder wurden nachher mit ziegel - und wassermörtel, inRoll - Lagen gesetzt, ausgemauert. Einige streuen auf den plankenboden Sand , weilsie dafür halten, dafs der Mörtel das Holz angreift. Dieses Mauerwerk, welchesgenau in einer Horizontal-Ebene, mit der Oberfläche der Deckhölzer geführt wird,mufs man mit den Seitenwänden zugleich in die Höhe aufmauern; wie denn in derKegel die gesammten schleusenmauern stets in einer Horizontal - Ebene herauf zuführen sind, und deswegen der sorgfältigste Bedacht zu nehmen ist. Es müssen da-her auch die Kopfe der Grundpfähle und Spundwände genau horizontal abgeschnittenund der Rost horizontal gelegt werden. 21.) Ueber dieses Mauerwerk kömmt end-lich der zweyte Planken- oder Deckboden, der eben so auf die Deckhölzer 2, 2,fest genagelt wird, als der erste auf die Queerschwellen genagelt ward. Auch wirdderselbe gleichfalls calfatert und zweymal mit heifsem pech übergossen. Er solltesich blos an die seitenmauern der schleuse anschliefsen, und nicht in dieselbe hin-ein gehen, weil man sonst die Ausbesserung dieses oeckbodens nicht vornehmen kann.Eine Regel, welche auch selidor §. 334. gibt! 22.) Ist auf diese weise oder auf eineandere Art der Boden und die Fundirung einer schleuse vollendet, so werden dieMauern aufgeführt, die Drempelpfannen und Zugstangen der Thore gelegt, die Aquä-ducte angebracht, die yorhöden gemacht und die schleusenthore zur halben oeffnungeingehangen.
Bey der schleuse am meuwendiep Tab. 78. wurden, nach Vollendung des Schleu-senhodens, die seiten- und Fliigelmauern vorne mit 2 bis 2f Klinker und Trafsmör-tel, der aus 3 Theilen Lütticher steinkalch und zwey iheilen gut gemahlenem vrafsbestand, zum gesammten Mauerwerk dieser schleuse gebraucht, das übrige Gemäuermit einer ziegelgattung von mittler Güte im Kreuzverbande wagrecht mit den Deck-planken aufgemauert, *) alsdann aber eine Bettung von zwey stromlager gemacht;nämlich von harten Klinker. Ueber diese wurde der Trafsmörtel dünne gegossen,in welchen die aus Werkstücken bestehenden 19 zoll dicken schlagschwellen e b
*) Alles Mauerwerk wurde nach aussen vertical aufgeführt, und die Strebepfeiler mit den Hauptmauer*zugleich, welche erstem jedoch 2 , rufs niedriger als die letztem gemacht sind.