selbst. Andere Anker hat man wie Fig. 68. gemacht, und ihnen eine Länge vonl 6 schuh und darüber gegeben; welche Länge unnöthig und übertrieben ist.
ßey den schleusen auf dem canal von st. quentin fällt der Mittelpunkt der un-ter der vvendesäule des schleusenthores stehenden zapfens nicht in die vertical-Linieder AXe dieser vvendesäule, sondern zwey zoll davon entfernt und zwar mehr vor-wärts. Da sich also (beym oeffnen der schleusenthore) die wendesäule unterhalbvon der Mauer - Rundung, worin sie sich bewegt, entfernt: so wird die Reibung,welche bey den gewöhnlichen Schleusenthoren durch das Hinstreichen der wende-säule längs der Mauer entsteht, vermieden. Die inwendig cylindrisch und auswen-dig achteckig von Eisen gegossene pfanne ff Fig. 10. xab. 103. weicht demnach vonder Mitte des Queerschnittes der wendesäule um zwey zoll ab. Der eiserne zapfend e b besteht aus drey stücken: nämlich aus dem unten mittelst einer schraube aauf dem Schleusenboden angeschraubten, oberhalb einen cylinder bildenden Mittelstücke, dessen Oberfläche einen Kugel-Ausschnitt bildet; ferner aus den zwo eisernenplatten d und b ; wenn die untern Theile der pfanne auf diese stücke aufliegen: sohat die pfanne mit dem zapfen drey Berührungsflächen, l. 2. 5., welches sich ereig-net, sobald die obere Berührungsflächen bey 2. abgeschliffen sind. In den erstenJahren trägt nämlich diese Oberfläche des zapfens allein die Last des Thorflügels,l) Diese Berührungs - Flächen in beyden, den zapfen und der pfanne, bestehen ausgut polirtem stahl; diese letztere bildet in dem Auflager 2. einen verkehrten Kugel-Ausschnitt. Die wendesäule a ist, um ihre Fasern zusammenzuhalten, am unternEnde mit einem eisernen Ringe c beschlagen.
Diese Vorrichtung verdient, so weit es die pfanne und den zapfen betrifft,nachgeahmt zu werden, weil sie eine leichte Bewegung der schleusenthore zuläfst.Indessen wird es nicht rathsam seyn: den Mittelpunkt der pfanne und des zapfens,ausser der verticallinie der Axe von der wendesäule zu legen, wiewohl die Bewe-gung des Thorflügels dadurch erleichtert ist: weil der zapfen sowohl als der Mittel-punkt der pfanne einen ungleichen, etwas schiefen Druck, erhält, folglich beydesfrüher abgenutzt wird, und weil die Thorkammern in den Seitenwänden der schleu-sen, nicht horizontal eingeschnitten werden dürfen, da die so geöffneten Thorflügelgegen den Horizont, nach der Axe zu, gesenkt stehen werden. Uebrigens wird manohne dieses HÜlfsmittel die schwersten Thorflügel, vermittelst der Fig. 38. Tab. 89 .angedeuteten gezahnten Stange a b , leicht öffnen und denselben eine grofse Stabilitätgeben; bey den canalschleusen verdient aber, in dieser Hinsicht, die mit dem nreh-baum y Fig. iv. Tab. 77. den Vorzug, und sie ist fast bey allen schleusen der Artangewendet worden.
$. 200. Die Zusammenfügung des Gerippes eines Thorflügels anbetreffend: soist es bey kleinen Flügeln hinreichend, wenn das obere Rahmstück und die schlag-schwelle mit der wendesäule und dem Anschlag-Ständer, mittelst eiserner, durchir. Bd. 88