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ihore noch nicht eingehangen; ein Thorflügel sollte nach der g. Figur Tab. 8Q*. con-struirt werden ! Herr Schulz giebt davon eine andere Zeichnung und in urafftsSammlung steht wieder eine andere.
0. 205. In Havre liegt auch die unter cdlbert von vauban erbaute grofse schleusedes Alten - Bassins (s. bey k auf Tab. 59.), deren von cessart (l777) bewirkte sinn-reiche Ausbesserung ich aus dessen „description des travaux hydrauliques” „entleh-nen zu müssen für sehr nützlich erachte, da sie bey ähnlichen Fällen nachgeahmt,'oder doch zum Theil benutzt werden kann. Die xhore der grofsen Bassin - schleuse,deren oeffnrmg 40' beträgt, waren im Jahr 1774 schadhaft und es mufsten neueeingesetzt werden. Da von dem rluththore die Aufstauung des Alten - Bassins, folg-lich das Flotthalten der schiffe abhieng, so wurde nicht nur diese Arbeit übereilt»sondern inan liefs gleich anfänglich vor dem neuen Thore, eine 18 schuh hohe*10500 cubik - nlafter messende wassermasse stehen. Das sehr trockene hoIz derThorfliigel dehnte sieh nach der Breite stark aus, welche sich 3 bis 4 zoll von denAnschlagschwellen (heurtoirs) entfernten. Durch diese oeffnung drückte die 18'hoheWassermasse mit einer solchen Kraft, dafs sie den Boden (radier) unter dem ihorund endlich den Drempel (busc) hob, die Thorbänder (colliers) und die Ständer-pfannen (crapaudines) zerbrach und 30 cubik - Klafter Mauerwerk, von den Seiten-wänden (bajoyers) zerstörte; selbst die im Bassin liegenden schiffe wurden von derWirkung des Durchzuges dieses syphonartigen Strahls, dergestalt gegen ihre Anbinde-rfäkle geworfen, dafs diese zerbrachen.
Bey der Ausbesserung dieser wichtigen Beschädigungen war der sonst für dieSchifffahrt vortheilhafte umstand, dafs die vluthperiode in navre zwey stunden län-ger als in den übrigen Häfen am canal anhält, nachtheilig, weil derselbe die täglicheArbeit um diese zwo stunden verkürzte, und so glaubte der Director von den Fortifi-cationen zu navre (damals war dem Militär - Ingenieur - Korps auch zu navre derschleusen - und Hafenbau anvertraut) , die Ausbesserungen in einem zeitraume vondrey Jahren mit 100,000 rivres zu bewerkstelligen. Der Generaldirektor des srücken-und strafsenbaues irudaine de montigny fand aber diese Arbeiten für das Ingenieur-Korps des Brücken - und wegbaues, die sich mit den Arbeiten in den übrigen Hafenso sehr ausgezeichnet hatten, geeignet, und indem durch den Aufenthalt von drey Jah-ren der nandelsstand seinen Verlust auf mehrere Millionen berechnete: so wurdender Generalinspector Dubois und der oberingenieur cessart den 26. July 1770 nachHavre abgeschickt, um die Localplane in Empfang zu nehmen. Mit ihnen reisetendie Ingenieurs Gallot und montfeu, welchen letztem ich in vijon (1800) besuchthabe, der mich mit vieler Güte aufgenommen hat und viele Kenntnisse besitzt. Manfing die Arbeit mit wegräumung der eingestürzten Steine u. s. w. an, und hob dengänglich beschädigten Theil des Holzzweckes heraus. Cessart untersuchte jetzt, nachAusschöpfung des Wassers, den Schleusenboden, den er aus doppelten Kosten beste-