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hend, fand, pfähle einzurammen war also nicht möglich, den Schleusenboden ganzaufzunehmen würde die Abtragung der Seitenmauern und sehr kostbare lange zeitandauernde Arbeiten nothwendig gemacht haben; Cessart entschlofs sich daher denSchleusenboden auszubessern, und die neuen Theile sowohl als die alten, so weitdie Beschädigung des Bodens ging, vermittelst Holzschrauben, deren Windungen0 bis 10 zoll Länge hatten, auf die Grundschwellen (racinaux) des alten Rostesherab und fest zu biegen. Man hatte mit einem gewöhnlichen Holzbohrer diesen.Holzschrauben vorgebohrt, und ihren Kopf viereckig gemacht, worauf ein 15 Fufslanger und aufwärts gebogener Schraubenschlüssel pafste. So wurden sie auf 3 FufsAbstand angebracht, die Rostfelder vorher mit ziegel und cement ausgemauert, diegeitenmauern ausgebessert, die Thorflügel nachgeholfen, und ein neuer Drempel,mit eben solchen schrauben, auf die Grundschwellen befestigt. Die Arbeiten wurden,in vier Monathen mit 45000 Livres vollzogen. Aus Vorsicht liefs man anfänglichvor dem Schleusenthor das Bassin um Q Fufs, später aber 18 Fufs hoch mit wasseran, und bis jetzt hat diese schleuse dem Druck der wassermasse vollkommen wider-standen.
§. 20Ö. Von den Auswässerungs - schleusen, die zugleich seeschleusen sind,ist diejenige, welche im Jahre 1735 bey Lutje-schaardam in Nordholland (Tab. 44.)zwischen der oudendyker - vaart und der südersee erbauet ward, eine der merk-würdigsten. Sie wird den Hoorn (rab. 72. und 75.) genannt, hat eine weite von21 pufs 11 zoll, und ihre Flur liegt Q5 zoll unter der gewöhrdichen Fluth *). Siehat drey stemmthore, nämlich zwey Fluththore k i , und ein Ebbethor Z Fig. 3.Das letztere hat zehn, das pluththor h 12 und das Sturmthor £ 14f^ schuh nöhe.Der vorsprung des Drempels Fig. 5. Tab. 75. beträgt f der schleusenweite, SechsDammplankenwände gehen in der Qiieere der schleuse durch, wovon die Planken14 zoll breit, 5 zoll dick und 15 bis 2Ö Fufs lang sind. Diese schleuse ruht fastauf zwey tausend Grundpfählen, die 8 zoll bis 2 schuh von ^einander entferijt, und2Ö Schuh in den Grund stehen. Auf dieselben ist ein 4 zoll dicker Plankenbodengelegt, über welchen Queerschwellen a oder e Fig. 3 . Tab. 72., eine an die andere,liegen, die mit einer Flankendecke überlegt sind. Alle drey Decken sind gut calfa-tert. Darüber hat man die Rostsehwellen g gelegt, zwischen welchen die Felder fausgemauert sind. Diese Schleuse ist auch wegen der guten Ausführung des ziegel-gemäucrs merkwürdig, wiewohl die Seitenwände 21 Schuh hoch sind, und die Fluthoftmals 10 schuh hoch vor den Sturmthoren gestanden hat: so haben sie doch nur
*) Auf Tab. 72, sind davon a) der tängendurchsehnitt, b) die perspectivische Ansicht rig. 3 . von derx,andseite, c) die von der Seeseite in rig. 2. vorgesteilte Tab. 75. rig. 5 , stellt einige Lagen des orund-baues dar. Die in diesen Zeichnungen gesetzten Buchstaben erläutern die Construction; und ich be-merke nur, dafs die zweyte Ansicht einen (jueerbalken zeigt, welcher den kleinen Schiffen den Durch-gang versagt.