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welche Vorsicht auch bey den Drempeln und schleusenthoren, so weit sie vom Was-ser bespühlt worden sind, angewendet ist. Nach eben dieser Methode ist der Flurund so sind alle die vorböden ausgemauert, welche in dem plan Nro. 1. mit einemschwellrost angedeutet sind.
Die Gründung des schleusenbodens der seiten - und Mittelwände, so wie derFlügelmauern, besteht aus Grundpfählen, welche auf einen schuh Abstand geschlagensind. In dem Mauerwerk selbst aber liegen die ersten Queerschwellen (Nro. m.)welche mit einem vier zoll dicken plankenboden bedeckt sind. Darauf liegen wiederandere Queerschwellen, die mit den vorigen correspondiren. In diese sind aberdünne, von Queerhölzern bedeckte, streck - oder Längenschwellen eingelascht. DieZwischenräume, welche diese verschiedenen Lagerhölzer lassen, sind mit Mauerwerkvon Ziegelsteinen und Trafsmörtel ausgemauert. Alsdann bedeckt endlich ein dop-pelter gut calfaterter plankenboden k das Ganze, dessen oberste Bohlen mit platt-köpfigen eisernen Nägeln, gegen den Bohrwurm, bespickert sind, nachdem vorherdie Fugen calfatert waren. Unter den Schleusendrempeln liegt noch eine vierte ReiheQueerhölzer, welche man in Nro. i. und in. findet. Der Boden der grofsen Schleu-senkammer besteht aus doppelten Faschinenlagen a und g (Nro. i.), worüber dann,der Länge nach , Verzäunungen gezogen sind, welche man mit ziegelgraus undZiegelsteinen gefüllt hat. An den seiten ist hierüber noch ein Rostwerk gezogen.Das profil Nro. ix. Tab. 74. zeigt die Flügel, die separationsmauer und den vorbo-den der kleinen schleusen, so wie den Boden der grofsen Schleusenkammer. Diegrofse separationsmauer ee, worin sich ein Aquäduct befindet, ist zwar auf einenpfahlrost aber auf keinen plankenboden aufgemauert.
Was ich noch von der construction dieser schleuse weiter sagen könnte, dasWird sich der aufmerksame Leser aus den verschiedenen, in Tab. 73 u. 74. geliefer-ten Grund- und Aufrissen und Profilen erklären. Ich will also nur bemerken: dafs auchmit dieser schleuse eine der wesentlichen Rücksichten verfehlt wurde, indem diespühlschleuse viel zu klein ist, als dafs damit der Hafen gespühlt werden kann; dafsdie Fundamente unter den Steinmauern nicht gut gegründet seyn müssen, denn essind einige Mauerstellen ziemlich ausgebogen , wiewohl man eine Menge Strebepfei-ler, deren Anzahl auf dem Grundrisse und deren Stärke in Nro. vi. angedeutet ist,angelegt hat. Endlich hat die grofse Schleusenkammer viele Kosten verursacht, dieman wohl hätte kleiner machen mögen: denn es wird sich selten treffen, dafs manacht schiffe zugleich in oder aus den canal von Brügge zu schleusen hat. Wichtigist diese Schleuse als schutzschleuse gegen das hohe Meer : daher glaubten denn dieEngländer, am 1. prairial Jahr 6, befugt zu seyn, dieselbe zu zerstören. Sie lande-ten mit einem corps westlich ostende ; marschirten auf slykens ; legten in die Schütz-öffnungen der Afjuäducte und in den Aquäducten der beyden Mittelpfeiler A B und c Dwro. Xi. und x. xab. 74.) Pulver, zündeten dasselbe an und sprengten diese Pfeiler