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oder Mittelwände, so wie dies in den Figuren x. bis xiv. angedeutet ist. Ein Glückfür Braband war es aber, dafs sie zu wenig Pulver in die Ein* und Ausgänge derAquäducte gelegt hatten. Diese Mittelwände wurden also nicht gänzlich gesprengt,wie die angezogenep Figuren es zeigen, und man war, nachdem die Landung derEngländer bekanntlich ein böses Ende genommen hatte, im stande, zwischen denrügen der schleusenwände, zwey Balkenreihen niederzulassen und den Zwischenraummit Erde zu füllen. Im Jahr 1800 schritt die Französische Regierung zur Reparatur:die Ingenieure liefsen die vordere Balkenwände in die Fugen kl rig. x. xab. 74. setzen,wie es das profil 15. zeigt, worin auch die unterstützungsart deutlich dargestellt ist.Dann wurden die Mauern abgetragen, bis man keine spalte mehr entdeckte, und führtedieselben von neuem auf.
$. 207. Sehr merkwürdig ist die mittlere oder grofse Auswässerungs - schleusevonRhynland Fig. l. 2. u. 3. Tab. 76 ., welche bey nalfwege zwischen Amsterdam undHaarlem , in dem Deiche der diesüdersee vom Haarlemmer-Meer trennt (Tab. 41.), liegt.Ihr Boden ist 8 rufs unter der ordinairen Fluth gelegt. Sie hat zwey stemmthore,welche gegen das v zugehen und die sich öffnen, sobald das Haarlemmer-Meer hö-her als das v steht, um die Auswässerung von Rheinland zu bewirken, und das hoheseewasser von Rheinland abzuhalten. Sie ist auf 208Ö pfählen gegründet, wovonjeder 42 Fufs lang und 10 zoll dick ist, die nur auf 6 bis 12 zoll Abstand geschla-gen sind. Ueber diesen pfahlgrund liegen, auf 3 zoll Abstand, lf schuh breite und10 zoll hohe Rostschwellen g, darüber aber ein plankenboden, dann Queerschwellen,auf zwey schuh Abstand. Auf diesen liegt abermahls ein plankenboden, dann Deck-schwellen , worüber endlich der Deckboden, wie dies die erste Figur deutlich zeigt,gelegt worden ist, den man sorgfältig, so wie den ersten Boden, calfatert hat. DieQueerschwellen gehen 3 Schuh in die seitenmauern hinein, und die Zwischenräumederselben sind mit ziegein ausgemauert. Auch bestehen die seitenmauern gröfsten-theils aus ziegein, wie diese aber gelegt sind, das zeigt die Figur l. 2. und 6 .Die letztere stellt nämlich das Fluththor dar, und ist mit einem Aufziehschiitz ver-sehen, welches in dem an das naarlemmer - Meer stehende Thor nicht angebracht ist.Die orempeln bestehen aus Holz. Die zwey Reihen Spundplanken, welche durch dieSchleuse gehen, sind 5 zoll dick, 2 Schuh breit und 25 schuh lang; sie haben eineschwalbenschwanzartige Falze. Die schleusenmauern sind 1 5 schuh dick, und dieStrebepfeiler haben eine nicke von 3, und eine Breite von lo schuh . Der Vorsprungdes Drempels beträgt f- seiner Länge.
Ausser dieser schleuse liegen bey Halfwege noch zwey andere, welche man diewestliche- und östliche-schleuse nennt. Diese drey Auswässerungsschleusen von Rhyn-land sind im Jahr 1594 erneuert worden. Ihre Thore müssen alle 12 Jahr renovirtwerden, wiewohl dieses bey andern schleusen nur in 15 bis 20 Jahren nothwendig ist,weil die wellen dagegen heftig anschlagen. Man hat sie daher ehemals mit Balken
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