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nen in den Thorflügeln c befindlichen Schützöffnungen fg voll Wasser gelassen,nachdem vorher, beym niedrigen Wasser, die zwey Aquäducte oder die zwey umlaufeh verschlossen waren, um die canäle der Stadt niedrig zu halten , indem dieselbenvon dem höhern ström gespühlt werden sollen; welche canäle mittelst einer anderen,mit der yssel in Verbindung stehenden schleuse sich ausleeren. Nachdem nun die,durch das geöffnete rluththor l m hindurch tretende Fluth, die Hohe von 5 Fufs und4 zoll erreicht hat, folglich auch die zwischen den Thoren triangelförmigen zweyRäume eben so hoch voll wasser gelaufen sind, so werden die schütze in den um-laufen h geöffnet; das wasser läuft also aus den zwey Räumen hinaus, und die Fluthdrückt daher gegen die Thorflügel c und b, welche die andern zwey ad, an ihreräussern Seite herschieben. Auf diese weise legen sich zwey Thorflügel hinter einan-der , wie es in c n gezeichnet ist, und die Fluth strömt durch die schleuse in dieinnern canäle der Stadt, um dieselben tief, das ist, vom schlämm rein zu erhalten.
§. 210. Auf eine ähnliche Art ist das spiihl-Manövre der schleuse bey schiedam Fig. 5 u. 6 ., welche eine Breite von 30 schuh hat, an deren schleusenthoren mes-singene Frictions - Rollen befestigt sind, welche anf messingen Ringen k i laufen. Dieconstruction dieser schleusen und wie die Zwischenräume zwischen den vier Flügelnund den Seitenmauern mittelst den umlaufen. geleert werden, dies zeigen die citirtenFiguren. Hier tritt also der umstand ein, dafs der spühlbusen hinter dem Fluththorliegt, wo er bey der schleuse von Gouda davor steht, und folglich bey schiedam dieHafenstrasse mittelst der schleuse gespühlt wird, und bey oouda die canäle der Stadt,welche oberhalb der schleuse liegen. Wie aber beyde schleusen construirt sind, dieszeigen die angezogenen Kupfer, ohne weitläuftige Erklärung; woran auch ersichtlichist, dafs bey spühlschleusen die sturzbetten eine bedeutende ränge haben, die, zumbesten, das Dreyfache der schleusenöfifnung seyn mag. Die dritte spühlschleuse derArt liegt auf dem canal ohnweit Emden iah. 8Q. Fig. 70. 71 und 72. Sie ist vonhoIz erbauet, hat einen doppelten Balkenhoden, und darüber geht eine Drehbrücke.Ihre construction ist aus den angezeigten Figuren, ohne eine weitläuftige Beschreibung}zu entnehmen.
Die oberhalb dem Hafen von Dieppe bey lß (siehe auf Tab. Q2. den plan diesesHafens) von cessart angelegte spühlschleuse (Fig. 7. bis IQ. Tab. 7Q.) deren zweckSeite 2Ö u. s. w. beschrieben ist, gehört mit zu den gröfsten schleusen dieser Art.Sie war bestimmt, um in den spühlbusen 380,000 nubik- Klafter wasser aufzustauen,und mit dieser Masse die Kiesel aus der anzulegenden Hafenstrafse ins Meer zu trei-ben. Ibr Erbauer hat dieselbe in seiner description des travaux hydrauliques Tom. inumständlich beschrieben. Da diese Beschreibung später als der 4. Band von der er-sten Auflage dieses meines Werkes erschienen ist, so konnte ich die genauen planeder schleuse, die nunmehr der wifsbegierige Leser in dem cessartschen Buche findet,nicht benutzen; indessen geben die oben angeführten Kupfer doch eine deutliche
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