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sen oder geöffnet werden soll, damit dieser Ständer nicht an die Mauer stöfst, so hathat er seitwärts zwey Rollen Fig. l., und zweye mit einer Rolle / versehene eiserneBÜgel/g; der Drehpfosten der schleuse ist in Fig. 24 und 25. dar gestellt.
$. 212. Unter den spiihlschleusen von mittler oröfse ist die zu rreport voncessart 1778 erbauete schleuse eine der besten. Siehe Tab. 79. Fig. 20. 21 u. 22. *)Sie hat zwey oeffnungen, jede zu 21 rufs. Der Mittelpfeiler ist 8 Fufs dick, und dadie schleuse zugleich eine Brücke ist, so hat derselbe eine Länge von 19 f schuh .Die seitemnauern sind 10 Fufs dick und 17 Fufs hoch; dieselben sind eben so wieder pfeiler im Trocknen erbanet. Jeder Drehflügel de Fig. 21. oder a und b Fig. 20.hat 10 Fufs zur Breite. “Der pfosten a, an welchem zwey Thore anschlagen, kannvon einem, mit der Brücke in Verbindung stehenden Balkenlager, mittelst eines Dreh-bauines, der dadurch gesteckt wird, gedreht werden, so dafs, wenn die Thore offenschlagen sollen, er nach der schmalen seite zu stehen kommen mufs, wo sodann das,auf seinen Drehständer b Fig. 21. ruhende Thor die Richtung ef annimmt, und diein dem spühlbusen bis zum rluththore angeschwellte 00,000 cubik-nlafter betragendeWassermasse, mit 12 schuh Höhe, durch die schleuse strömt. Soll dann beym Eintritteiner abermaligen Fluth das Wasser vor der schleuse gestaut werden, so wird derDrehpfosten a in der Queere der Schleusenöffnung gestellt, und das Drehthor f e nachc d gedreht, wo es sodann vollends von dem strömenden wasser an den Drehpfosten aongedrückt wird. Die Seitenmauern dieser schleuse haben einen pfahlgrund, derFlur aber nur einen schwellrost. Als ich sie im Jahr 1800 sah, konnte des schlech-ten Zustandes der nafendämme wegen , damit nicht gespühlt werden. Nach ihr istdie spühlsehleuse bey cuxhaven an der Elbemündung erbauet.
$. 213. Was die construction der am Seehafen meuwendiep , auf den Canä-len in Languedoc und Bourgogne gelegenen schleusen anbetrifft, so ist dieselbe be-reits in verschiedenen stellen dieses Werkes erörtert, und Tab. 77. 78 u. 81. stellendas Nähere derselben deutlich dar. Es ist daher eine ermüdende wiederhohlung über-flüssig. Auf dieser letztem Kupfertafel sind es die 6. 7. 14. 15. u. 16. Figur, wel-che eine schleuse auf dem canal von charollois in Bourgogne darstellen. Diese vondem verstorbenen General-Inspector Gauthey angelegten schleusen, welche auf festenLehmboden ohne nost erbauet sind, deren massiver Boden etwa 3 schuh dick ist, undderen Mauerwerk mit einer Lehmwand ganz umgeben ist, unterscheiden sich von allenübrigen dadurch, dafs ihre Fallmauer und Oberhaupt eine Gewölbte-Kammer formirt, und dieFüllung der schleusen-Kammer mittelst zwoer verticaler und runden schachte geschieht, **)
*) Diese Schleuse beselireibt Cessart in seinem Werk; description des travaux-hydrauliquc, Tome I.pag. 283. etc, sehr vollständig.
**) Zu solchen Schächten und allen Umläufen sollten eiserne Rohren gewählt werden, die weniger kostenund dauerhafter sind, als die aus Werkstücken zu machenden Umläufe und Schächte. Ich bemerke nurnoch: dafs die neuesten auf dem Canal von Sr, Quentin erbauten Schleusen mit den auf dem Canalvon Charollois oder du Centre eine ähnliche Construction haben»