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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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schleuse, welche am Seehafen isieuwendiep liegt. Das eine paar Thore der Dunkir-cher schleuse (Fig. 22. und 23.) war gegen das Eassin gerichtet, um in demselbendas vrasser, während der Ebbe des Meeres, zu erhalten; das andere aber gegen dasMeer gekehrt, um die hohe Fluth vom Bassin abzuwenden; welche Einrichtung beysolchen an innere Bassins gelegten schleusen sehr nützlich ist. Wie die schleusen-drempel m, s und die eiserne zugstreben zy- der Thorbänder, gelegt sind, zeigt Fig. 23.Darauf sind auch die mit Fallschützen versehenen umlaufe v und x x, durch wel-chen das wasser aus und in das Bassin gelassen wird, so wie die hölzernen uager d,die das Hintertheil der Drehbrücke tragen, und die sich bey p auf Kugeln bewegen,sichtbar.

$. 220. Die zu oravelines Tab. 63. bey b im Jahre 1738 vom Ingenieur de latond , im Glacis, angelegte schleuse, deren zweck die spühlung der Hafenstrafsewar, ist in Fig. 1. 2. und 3. Tab. Q5. dargestellt. Sie hat (Fig. 1.) zwey grofse Auf-ziehschütze c und b, welche sowohl, als die meerwärts stehenden stemmthore/,die 13 Fufs weiten Schleusenöffnungen verschliefsen, und mittelst eines auf einerzugwelle (z f 2) angebrachten und über drey Rollen laufenden Seiles aufgezogenwerden. Die sechs kleinern schütze, wovon in a, c, d Fig. 1. dreye angedeutetsind, werden mittelst darüber stehenden hölzernen schrauben, 1, 3, 5, Fig. 2. auf-geschraubt. Wenn die spühlung vorgenommen werden soll, so zieht man sowohldie zwey grofsen als die kleinen schütze, welche letztere zusammen 18 Fufs oeff-nung haben, auf; dann öffnen sich die stemmthore f sobald das innere Wasser dieueberwucht über das äussere erhält; vermittelst eines an einer winde befindlichenZugstange werden die Thorflügel vollends in die dafür in die Seitenwände der schleusegelassenen Thorkammern eingezogen. Wiewohl die gesammten oeffnungen, wo-durch der spühlstrom zieht, 2 . 13 + 4 • 6 = so schuhe ausmachen und inden zwo grofsen oeffnungen die nöhe des strGmes zehn, in den drey kleinen fünfschuhe beträgt: so ist dieser spühlstrom dennoch zu schwach, um die Hafenstrafse,selbst auf eine kleine Entfernung von der schleuse, rein zu halten, die daher gegen-wärtig verschlammt ist. Was übrigens die construction des Schleusengrundes undder vorböden anbetrifft; so ist dies alles aus den angezogenen Zeichnungen zu erse-hen. Im Jahre 800 habe ich diese schleuse in dem besten zustande, aber die dasspühlbassin ausmachenden Festungsgräben ziemlich verschlammt gefunden. Es wirdalso Niemanden auffallen : dafs die Wirkung des spühlstromes noch schlechter, alsehemals ist.

§. 221. Eine andere kleine schleuse in dem Festungsgraben bey Grcivelines istin Fig. 4,5,6 Tab. Q5. dargestellt. Sie hat eine Breite von 14 schuhen und dreyAufziehschülze, w'ovon jedes mittelst eines eigenen wellbaumes und des dadurch ge-steckten nebels aufgezogen wird. Des guten Bodens wegen erhielt sie keinen pfahl-rost , und ihre von Ziegel aufgeführten und mit Werkstücken bekleideten seiten-