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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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§. 2 IQ. Zwischen dem Bassin und dem Hafen von Dünkirchen ward im Jahre1Ö84 bey c, Tab. Ö3. eine schleuse, (Fig. 18. bis 24. incl. Tab. Q5.) angelegt, welchebeyrn utrechter Frieden unbrauchbar gemacht, aber im Jahre 1794 unter dem wohl-fahrts - Ausschüsse wieder hergestellt worden ist. Die lQte und 20te Figur zeigenvier horizontale schnitte von dieser schleuse. In der erstem ist der pfahlgrund,a, b, u. s. w. dargestellt, in der zweyten die vierzehen Spundwände ab u. s. w.von nuthplanken, die triangelförmige Kanten und Falze haben , mit ihren Gurtungenc x) , welche zugleich die Queer * Rostschwellen ausmachen- Die erste Hälftevon Eig. 20. zeigt die Queer - Rostschwellen m jv, nebst den Spundwänden, unddie zweyte Hälfte überdies den ersten Plankenboden dar. Die Rostschwellen von 14zoll bis 20 und 30 zoll stark, wurden auf die Grundpfähle und auf das 18 zoll hohevon ziegel und Trafsmörtel gemachte Mauerwerk gelegt. Beiidor bemerkt: dafs inangleich die sechs in der Mitte zwischen deii beiden Thoren gelegten Qeerschwellen15 zoll höher hätte legen müssen, um die Erhöhung für die Anschlagschwellen desnrempels heraus zu bringen, und dabey sechs andere Queerschwellen erspart hätte,die man nachher zur Aufhöhung anbringen mufste, wie dies zwischen a u. c Fig. 22.dargestellt ist. Der erste schwellrost wurde sodann mit sechs zoll starken Planken,selbst unter die seitenmauern, wie dies die untere Hälfte von Fig. 20. zeigt, belegt,und kalfatert. Darüber legte man die in Fig. 24. gezeichneten vier Hauptschwellen,in denen nachher die Anschlagschwellen und schlagbalken des Drempels eingezapftwurden , und die drey Fufs in die seitenmauern hineinliefen. An diesen wurden dieweiter fortlaufenden Queerschwellen angeschiftet, welche, so wie alle übrigen, (abFig. 18.) 14 zoll im Gevierte stark waren, und unnöthiger weise unter das Mauer-werk hinausliefen. Jetzt wurden 43 Längenschwellen cd, Fig. 18. von 12 zoll insGevierte stark, gelegt; 'die nostfelder mit Ziegelsteinen und Trafsmörtel ausgemauert,nachdem eine dritte tage von Queerschwellen Fig. 21. gelegt war. Zu dem Drempelg h k, dessen Falzen kalfatert wurden , nahm man 36 zoll ins Gevierte starke Höl-zer. Die obern Rostschwellen wurden mit einem Plankenboden, über das ganzewerk gehend , bedeckt, nachdem das Mauerwerk in den Rostfeldern vollkommen ho-rizontal aufgeführt war, und der Boden sorgfältig kalfatert wurde.

Diese Construction, bey welcher nur kurze und wenige Grundpfähle (Fig. 24.)hingegen viele Längen- und Queerschwellen gebraucht wurden, ist des Triebsandeswegen, wobey jedesmal ein tüchtiger schwellrost dem langen pfahlgrunde vorzuzie-hen ist, gewählt. Ich würde daher blos an dem Grundbau dieser schleuse es tadeln,dafs die Grundpfähle vierkantig sind,■'nicht aufeinander treffen, die Queer- und Län-genschwellen über die Grundfläche des Mauerwerks unnöthiger weise hinausliegen,und dafs der ganze Baukörper nicht mit einer Spundwand umgeben ist. Die besteparallele zwischen den Fortschritten des Schleusenbaues zu unsern und jenen Zeiten,giebt jedoch die Ansicht der citirlen.Kupfertafel, und der auf iab. 78. dargestellten

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