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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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gen, die ich hey der Darstellung der Schiffbarmachung des Marchflusses, so wie. das-jenige, was ich in Betreff einiger Theorien über die Geschwindigkeit des Wassers mit'thei-len werde, dann auch die im 2ten Bande S. 338 angeführten Messungen wichtig, weilhieraus eine Annäherung resultirt. Wegen der Verseigung des Wassers und der Ko-sten wird es indessen gut seyn, wenn man den Fall der Leitgräben, (da, wo es seynkann) bis 'TSöö ^ er Länge macht, das heifst, auf hundert Klafter einen bis

zwey zoll Fall giebt, weil sie bey geringerm Falle eine gröfserq Länge erhalten, in-dem also die Geschwindigkeit ihres Wassers vermindert wird, die Yerseigung zunimmt.,'Was ich nun über die Geschwindigkeit solcher ziemlich regulairen Wasserleitungenund von den darüber bestehenden Theorien vortragen könnte, findet der Leser imnächsten Abschnitt.

§. 22. Wo die Leitgräben bedeutende Summen kosten, wenn man sie offenmit einem Abhange führt, können sie auch in Rohren geleitet werden, um zu fallenund wieder zu steigen. Ia in kalten Klimaten wird daran sehr wohl geschehen, (wieich bereits bemerkte) wenn man dieselbe bedeckt, damit die Canalfalirt gleich nachdem Abgänge des Eises angehen möge, indem man den beym Eintritt des Frostes ge-leerten Canal von neuem mit dem von den Leitgräben beygeführten Wasser füllenkann. Ist die Kälte sehr strenge und anhaltend, dann mögen auch beym Eintritt der-selben die Leitgräben geleert, und beym ersten Thauwetter in dieselben das Wasserwieder aufgenominen werden. Endlich bemerke ich, dafs in der fünften Abtheilung2 B. s. 24Ö. $.-22. bis §. 25. dasjenige, was ich über die Anlage der Entwässerungs-Gräben gelehrt habe, auch bey den Leitgräben eine Anwendung findet.

§. 23. Die Zuleitung des wassers nach einem canäl kann auch aus solchen.Bächen und Pliissen, die man unter dem Bett des Canals durchführt, bewirkt werden,nämlich zur zeit, wenn es dem Canal an dem nöthigen Wasser fehlt, das ist, wäh-rend dürren Jahreszeiten. Zur Erreichung dieser Absicht wird oberhalb der Brück-wasserleitung in dem darunter durchgehenden Flusse ein Balkenwehr, dessen Pfeileraus Werkstücken bestehen können, angelegt, und weiter aufwärts von diesem ab eineRigole bis zum Canal geführt. Schwellt dann der, Flufs an und führt sein Gewässerviel Material: so wird das darin liegende Wehr, welches nach Art des Landshuter-Wehrs (2. B. s. 616 ) construirt seyn kann, geöffnet, das Wasser verläfst jetzt dieRigole, folgt dem natürlichen Flufsbett unter dem Brückcanah Aehnliche Einrichtun-gen sind mit dem Cesse-Flufs und dem orviel-Bache beym Mittäglichen - Canal gemacht' worden , die ich in der Folge beschreiben werde,

e) Von den Wasserbehältern oder Bassins , zur speisung der can'dlc.

$. 24. Dieselben sollen, während dürrer Jahreszeit, entweder die Leit- oderSchiffiahrtscanäle, mit hinreichendem Wasser versehen. Sie müssen daher in solchenThälern oder Ebenen abgedämmt werden, die eine zur Absicht hinreichende Wasser-