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die ufer anschlägt, ihre Unterwaschung und ihren Einsturz desto mehr befördert,je enger der Canal ist. In dieser Hinsieht sollten die Canäleauf denen die .schiffein Trott gezogen werden, wenigstens, in Beziehung auf die Breite des Schiffes , dieoben bestimmte Normalbreite erhalten , das ist, fünfmal so breit seyn, als die Bordedes eingetauchten breitesten Schifftheiles, an der Oberfläche des Wassers, entfernt sind.
4 ) Bey den Beugungen und Wendungen sollten die Canäle immer an Breite zuneh-men, vorzüglich da, wo auf dem Canal langes Bauholz verfahren wird, wo alsolange schiffe gebraucht werden, die sich bequem drehen müssen, ohne an die Uferzu stofsen..
§. 38. Die riefe der can'äle pchtet sich a ) nach mehreren Localitätenb) nach den Absichten der oeconomie ; c) nach den Schiffen , die man gebrauchenwill, und c?) nach der Tiefe der schiffbahren mit dem Canale in Verbindung zu-bringenden Gewässern. Ad d) wenn der Canal oder einzelne Haltungen desselbenin einem aus Kieseln, Sand oder Torf bestehenden Erdreiche ausgegraben wird , somufs in diesen Canal, sobald als möglich, das trübe mit Thon und Erde geschwängerteWasser der nahen Bäche, Teiche und Flüsse eingelassen werden, urn dessen Sohlemit solcher die verseigung (Filtration} verhindernden Materie zu bedecken. Die Er-fahrung hat nämlich an mehreren, in hiesigtem das Wasser durchlassenden Bodenangelegten Canälen, und namentlich an dem in Oestreich, einige Meilen durch Kies-boden , geführten Canal, bewiesen , dafs der aus Kiesel und. Sand bestehende Boden,welcher anfänglich das Wasser wie ein^ Sieb durchliefs , nach dem zeitraume zweyerJahre, von dem durch die Speisegewäss^r geführten Materiale, mit einer 4 bis 6 zollhohen Sehlamm - und Thonkruste bedeckt war, die das Verseigen gänzlich verhin-derte. In dieser Hinsicht mufs man l) die dem Theilungspunkte des Canals zunäch-ste (die höchste) Canalhaltung zuerst anlegen, weil diese gewöhnlich eine geringereWassermasse empfängt, als die niedrig liegende Canalhaltungen, worin man von demWasser der Bäche oder der Flüsse ein© bestimmte Quantität einzuleiten Gelegenheithat. Da mufs also mit dem Wasser so viel als möglich sparsam gewirthschaflctwerden. 2) Bey allen hoch liegenden Canalhaltungen, in denen nur das in den 'Sammelteichen oder Bassins eingelcitet© Wasser kleiner Leitgräben benutzt wird, istsonach die Filtration durch eine sorgfältige Bearbeitung der Canalsohle und Canal-wände zu bewirken. Dies wird durch Anwendung eines guten Erdreiches oder Thon-grundes, und durch Vermischung der Kiesel mit Erde und Auffahrung dieser Massedurch sturzkarren, während man sie mit: Wasser stark begiefsen läfst, oder mitAnbringung von 1 bis 2 Zoll starken Brettern, sowohl auf der Sohle als längs denUfern des Canals bis zur Wasserfläche, vollzogen. *) Da diese Vorschriften äufserstwichtig für den Canalbau sind, so werde ich spater darauf zurück kommen.
’) Die Tugen dieser Ausdiehlungen sind mit Moos zu verstopfen. Dabcy wird die zum Schiffszugeerforderliche Kraft verringert, indem der Widerstand des, über glatte Flachen bewegten, WassersUnbedeutend ist.