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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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lienden Fall zu Fonserane (Tab. 97.) so viel als möglich, wahrend sehr dürren Jah-reszeiten befolgt. Nur alle zwey Tage wird derselbe alsdann gebraucht, und es ge-hen zuweilen aus der Haltung Notre-Dame , wenn des Orbflusses hohe Anschwellungvorüber ist, 40 schiffe , wobey immer ein schiff aufwärts und das nächste abwärtsgeschleufst wird.

Es werden also zu dem Heraufschieusen eines Schiffes und zu dem Hinunter-schleusen eines zweyten eben so viele Füll- und Flottmassen als Kammern sind, ge-braucht. Es soll z. B. durch diesen schleusenfall ein schiff hinauf und eines hinabgeschleufst werden; so erhält inan 8 Füllmassen und 7 rlo Umassen zum Wasserbe-darf; sollen aber zwey schiffe hintereinander hinauf geschleufst werden, so gebrauchtman neun Füllmassen und sieben rlottmassen *) , nämlich , wenn in den Kammernnoch das Wasser enthalten ist. Sind die Thore aber bereits geöffnet und die zwi-schenschleusen trocken, so werden zum Heraufschleusen eines jeden Schiffes 8 Füll-massen und 7 Flottmassen, folglich zu zwey schiffen l6 Füllmassen und 14 Flott-massen , also 7 Füllmassen und 7 Flottmassen mehr gebraucht, als wenn man zuerstdie Aufschleusung, und dann die Herabschleusung bewirkt. Man sieht daher, wiesehr die Wasserersparnifs von der Einrichtung bey der Durchschleusung der schiffeabhängt.

Bey acht einfachen schleusen gebraucht aber das steigende sowohl als das fal-lende schiff eine Füllmasse, vom Theilungspunkte, oder von derjenigen Haltung, vonwo ab seine Fahrt angeht: denn mit der nämlichen Wassermasse, womit das schiffdurch die erste schleuse gegangen ist, passirt es auch die zweyte u. s. w., indemdasselbe immer von einer Canalhaltung in die andere fällt.

§. 55. Aber nicht genug, dafs die gekuppelten schleusen mehr Wasser, alsdie isolirt liegenden, wie wir gesehen haben, gebrauchen, so erfordern ihre schleu-sengänge auch langem Zeitaufwand, welches aus der Beschreibung des Manövers derDurchschleusung 2. Band, s. Ö5Ö. hervorgeht. So ist z. B, auf dem Canal von Loingbeobachtet worden, dafs während fünf schiffe durch fünf einfache schleusen gehen,nur viere einen aus vier Kammern bestehenden schleusenfall pässiren, Zur Durch-schleusung eines Schiffes des achtfachen Schleusenfalls von Fonserane sind zum Her-abfallen 90 Minuten, und zum Hinaufsteigen zwey stunden nothwendig, und einSehiff passirt durch acht isolirte schleusen des Mittäglichen - Canals (nach meines älte-sten sohnes Beobachtungen) binnen 48 Minuten. Endlich stören die gekuppeltenSchleusen die Schifffahrt; denn es mufs, wo das Wasser nicht im ueberflufs vorhan-den ist, ein vom Theilungspunkte kommendes schiff vor der obern schleuse liegenbleiben, bis das von unten kommende alle Kammern passirt hat, da doch dasselbevor einer isolirten schleuse nur 6 Minuten warten darf, und es sich überdiefs nicht

*) Mau mufs nämlich beym Hinabsteigen eine Füllmasse ablaufen lassen, um in die nächste Kammerzu fallen.