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8<?n mauern in zwey Falzenstöcke Einlegebalken versenken, so da Ts immer über den-selben noch eine hinlängliche wasserhöhe für die Passage der Schiffe statt finde;diese Balken seyen daher, je nachdem höhere oder niedrigere Wasserstände einzu-legen oder heraus zu nehmen. *)
Die Commission schlug endlich noch vor, der Einmüadungsschleuse eine kreis-artige Form zu geben, um die Ausmündung des Canals dem Wunsch der Stadt Beau-caire gemäfs, so nahe wie möglich., an diese Stadt zu bringen, und iiberliefs denEntwurf der schleuse dem Oberingenieur Grangent.
§. 134. Dieser Vorschlag der Commission wurde den 1. May 1807 von derGeneral - Direction des Brücken- und Wegebaues genehmigt., und die Richtung derschleuse denselben zu Folge bestimmt. Um ihre Gründung anlegen zu können,wurde i. J. 1808 ein Fangdamm a b Fig. 20. Tab. 128. von zwey Reihen pfählenauf 2,8 metres Abstand .(pfähl an rfahl) eingerammt **)., und der Zwischenraumwurde ausgebaggert, dann bis auf % metres unter dem Nullpunct mit Beton, von dada aber, der übrige xheil der Hohe mit Thon ausgefüllt. Anfangs wollte man jedepfahlreihe mit einer Kronschwelle versehen, da es aber unmöglich war, alle Pfählein senkrechter Richtung einzurammen, so setzte man an deren stelle Gurtungen, die
*) Das Allhäufen groben Kieses mag diese Bälkenwand -wohl verhindern; gewifs aber nicht dasNiederlegen des Schlammes vor den Schleusenthoren : denn es ist sicher, dafs die Wasserschich-ten der Oberfläche eben so beym mittlern und hohen Wasserstande mit Schlamm geschwängertsind, als die in der Tiefe. Ueberdiefs wird sieb dar Schlamm vor diese Balkenwand legen, undden Eingang der Schleuse versanden. Man entgeht daher durch dieses Mittel, wie mir scheint,nicht den gefürchteten Verlandungen. Der Zufall gab jedoch bey dieser Schleuse ein einfaches,aber sehr zweckmufsiges Spülilungsmanövre an, welches seit dieser Zeit, mit dem hefsten Erfolge,angewendet wird. Im ersten Jahre nach Erbauung der Schleuse, bey Räumung des ganzen Ca-nals und der Schleusenkammer, versenkte man in die, unmittelbar vor den Schleusenthoren an--gebrachten, Falzen, die erste Balkenreihe. Nachdem ein Balken nach dem andern herabgclassenwar, beobachtete man, dafs mehrere Balken, welche im vorigen Jahre dazu gebraucht wurden,übrig blieben, und schlofs daraus natürlich: dafs die Verschlammung diese Erhöhung bewirkthabe. Während dem Niederlassen der Balken sali man durch die Schleusenkammer schwarzes,mit Schlamm geschwängertes Wasser, strömen, obgleich doch damals das Wasser der Rhone klar war; plötzlich fielen die Einlegebalken unter einem grofsen Geräusch tiefer herunter, bisauf ihre eigentliche Grundschwellc. Es war also die Schleusenkammer sowohl als der Zwischen-raum vor den Thoren, durch diese Spühlung gefegt worden. Man benutzt nun diese, durchden Druck der äussern, höher stehenden Wassersäule, bewirkte Erscheinung, zur jährlichenSpühlung der Schleuse, und gab den untersten Balken kleine Untersätze, um durch den dadurchbewirkten Zwischenraum das Wasser strömen zu lassen. Da man fand, dafs die Wirkung desWassers sich nicht auf die ganze Schleusenkammer ausdehnte, so brachte man mehrere dieserEalzen und Einlegebalken in der Kammer selbst an, und wiederholte dieses Manövre in dendadurch gebildeten Abtheilungen, bis die ganze Schleusenkammer gespühlt war.
**) Nach der Erbauung der Schleuse wurden die beyden Pfahlreihen durch neapolitanische Taucher,2 metres unter dem niedrigsten Wasserstand abgesagt, und die Reihen, deren Zwischenräume,wie schon oben gesagt wurde, mit Beton ausgefüllt sind, dienen nun dazu, um die Schleusevor allen Unterwaschungen des Flusses insbesondere auf ihren Vorboden zu bewahren.
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