Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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mit allen Pfählen durch eiserne Nägel verbunden wurden. Ueberclies wurden beydepfahlreihen noch durch Querhölzer zusammen gehalten. Da dieser in einer seichtenstelle der Rhone angebrachte Fangedamm mit den beyden Seitenwändenwelche ihnmit dem Erdreich verbinden, eine Länge von 170 metres hatte , so konnte demselbeneine Höhe von 18 metres gegeben werden» welche selten von der Rhone über-stiegen wird. *) Trotz aller dieser Vorsicht ward der Eangedamm demohngeaclitefceinmal bey einem grofsen l-lochwasser des Flusses durchbrochen.

Weil durch die Ausgrabungen der schleuse und durch den Umstand, dafs derFangedamm und also der ganze Bauplatz von der hohen Rhone überschwemmt wurde, •die Stadt und die Ebene von Beaucaire sowohl, als der Canal selbst, den Ueber-schwemmungen des Flusses ausgesetzt war, so mufste man einen Damm c. d, e.hinter der schleuse aufführen» der sich oberhalb c an den Damm der Rhone » aufder andern Seite bey e an das Spital anschlofs ; dessen Krone wurde -f metre überden höchsten Wasserstand erhoben.

In so fern die Aufführung dieses Dammes alle Verbindung zwischen der zuerbauenden schleuse und zwischen dem schon ausgegrabenen Canal aufhob» und esnötliig war» das Wasser, welches man ausschöpfte, in diesen zu leiten, so brachteman in denselben eine oeffnung n, von 3 metres Breite, die zur Sicherheit mit zweySchützen verschlossen wurde, an. Das eine wurde an der, nach dem Flufs gekehr-ten , und das andere nach der, dem Canal zu gekehrten Seite des Dammes angelegt.Die Seitenwände der oeffnung bestanden aus Mauerwerk. In der Mitte des, damalsnur bis zu dem niedrigsten Wasserstande ausgegrabenen , Canal - Bassins wurde eineRigole c. x. gezogen, welche mit der sohle der Dammöffnung d gleiches Niveau hatte,und die dazu diente, um das Wasser aus der Baugrube der Schleuse abzuführen.Diese Rigole war 3 metres an ihrer Basis breit,. und hatte 1 schuh Böschung aufjeden schuh Flöhe. Sie war bis zur ersten schleuse von charencone geleitet.

Die Gründungen der Schleuse selbst wurden 3 ,26 metres unter dem niedrig-sten Wasserstande gelegt, weil man sieb durch sondirungen überzeugt hatte, dafsbey dieser Tiefe bereits Nagelflue liege. Es wurde nun durchgängig ein Gufs vonBeton von 1,22 metres Dicke, den Schleusenboden, der aus Werkstücken (Fig. 21..Tab. 128.) ein umgekehrtes Gewölbe bildend, zusammen gesetzt ist, hinzu gerechnet,gemacht, und hierauf die Mauern gegründet. Der Beton bestand aus lebendigemKalk und Kies, welche Masse schnell verhärtete; die Seitenmauern der Schleusensind aus Werkstücken aufgeführt, und haben eine Dicke von fünf metres an ihrerOberfläche. Die sehleusenthore Fig. 22. und 23., so wie die schleusenwände sind0,5 metres über den höchsten Wasserstand der Rhone erhaben,, um auf immer denCanal vor allen Ueberschwemmungen zu bewahren.

') Man rammte nämlich die Pfähle immer noch einmal so tief ein, als sie aus der Erde hervor ragten»damit der Fangedamm dem Druck der Rhone widerstehen konnte.