Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Auf diese Weise ist die Canalstrecke, vom Theilungspunkt bis zur Einmün-dung in die Loire , durch seine vielen obengenannten Zuflüsse viel reichlicher mitWasser versehen , als der nach der saone fallende Canalast. Daher wird auch mei-stens die erstere vom Theilungspunkt aus nur mit dem zum Manöver der Schleusenerforderlichen Wasser versehen.

§. 14Q. Diese Canalstrecke nach der Loire , wenig Hindernisse bey der Aus-führung darbietend, hat vom Theilungspunkt bis zu ihrer Einmündung in die Loire ,ohnweit Digoin, bey einer Länge von 32Ö18 Pariser Fufs, einen auf dreyfsig schleusenvertheilten Fall von 24Q Fufs 8 zoll; wie übrigens diese schleusen vertheilt sind, zeigtdas auf Tab. 128. dargestellte, und auf einen Horizont reducirte Developpement desCanals . Die meisten dieser schleusen haben einen Fall von 8 Fufs. Der Canal läuftin einem kleinen Thale längs der Bourbince., und auf der ganzen Strecke findet sichnicht ein einziger Wildbach , der für denselben gefährlich seyn könnte. Darum hatman auch die meisten kleinen, wenig Material führenden Bäche in den Canal, aufge-nommen, und so dessen Hülfsquellen vermehrt. Sieben und vierzig dieser Bäche sindin kleinen Aqueducten von einem oder drey Bogen, und von 6 — 18 Fufs Weiteunter dem Canal durcbgeführt. Auf dieser ganzen strecke liegen 40 aus Werkstückengemauerte Communications-Brücken über den Canal, welche zum Theil gleich unter-halb den schleusen erbaut sind.

Bey Genelard, d. i. bey der schleuse Nr. 15., durchstach man einen kleinenBerg auf die Tiefe von 30 — ÖO Schuh, um den Canal hindurch zu führen, und soeinen grofsen Umweg zu vermeiden, den man bey Naehgehung des Thaies hätte ma-chen müssen. Die beyden Mauern , die diesen Bergeinsehnitt unterstützen , sind ineiner Böschung aus guten Bruchsteinen trocken aufgeführt. Ein Theil derselben istwieder neu aufgemauert worden , weil die anfänglich erbaute Mauer einstürzte.

Obgleich die Canallinie den Krümmungen des Thaies folgen mufste, so hätteman doch viele unnütze Krümmungen vermeiden-können.

^ Die schleusen sind meistens aus sehr gut gebrannten Ziegeln, mehrere aber

auch aus festen Sandstein - Werkstücken erbaut.

§. 150. Der nach der Saone gerichtete Canalast war, des gröfsern Falles wegen,owelcher 4o4 schuh 8 Zoll auf die Länge von 24115 Fufs beträgt, zwar bedeutendenKosten , aber demohngeachtet nicht gröfsern Schwierigkeiten, als der obenbeschrie-bene , unterworfen ; denn auch hier folgt der Canal den Lauf des im Teiche von Long-pendu entspringenden Flüfschens Dheune, bis ohnweit dem Städtchen chagny, wo erdessen Thal verläfst, und längs dem Bach Thalie, bis nach Chalons, läuft. Nur dieStrecke zwischen der Dheune und Thalie mufste zur Vereinigung beyder Thäler, zumTheil, in einem Berg - Durchschnitt geführt werden, die die Tranche von chagnygenannt wird.

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