200
und dem Eintritt der Donau , geschwächt wird, indem der Strom nicht Vermögen(Geschwindigkeit) genug hat, um das Flufsmaterial fortzuwälzen, daher denn auchdie Seichtigkeit des Flusses und dessen weite Bahn, oberhalb Theben. Nun soll aberzur Verminderung der Ueberschwemmungen das Flufsbett vertieft und die Oberflächedes Stromes gesenkt werden, folglich mufs man diese nachtheilige Mündung bey Zei-ten verbessern, wenn anders das Flufsbett sich nicht noch mehr erheben und dieHochgewässer noch höher steigen sollen.
$. *220 Nach dieser kurzen Darstellung von Thatsachen komme ich auf dieAnwendung der weitern Kunstmittch a ) Da der Donaustrom das Ufer bk abbricht,dessen Erhaltung aber — wegen der Schifffahrt (die jetzt von dem Anfall der Donau auf den Felsen von Theben gefährdet ist) und den Marchgegenden, nach den obenaufgestellten Rücksichten, nothwendig ist: so mufs dasselbe mit einem allenAngriffen des Eisstromes Widerstand leistenden Bauwerke gedeckt und gegen den Ab-bruch gesichert werden. 5) Damit die aonau den marchßufs nicht, so wie jetzt,zurückstauen möge, und auf diese Weise die schädlichen Ueberschwemmungen längsdemselben und der untern Taya abgewendet werden; »o ist die Aufführung einesBauwerkes nothwendig, welches den Marchflufs in die Donau unter einem spitzenWinkel einmündet. Dasselbe müfste in dem separationswerke g o bestehen; da die-ses werk, der March eine hinreichende oeffnung lassen mufs, so habe ich der Mün-dung o p (Fig, 4. Tab. QT.) eine Breite von vierzig Klafter gegeben, wiewohl die Breitedes Marchflusses, ohnweit marchegg , in parallelen Ufern nur 3Ö hat. Dessen Ober-fläche mufs beynahe die Höhe des Ufers erreichen, und am Ende bey o fünf schuhüber den niedrigsten Wasserstand liegen, damit der Donaustrom eine Tendenz erhält,längs demselben zu fliefsen , wenn er gleich dieses Werk übersteigt. Höher kanndieses Separationswerk nicht gelegt werden, weil dies nichts nützen würde, indemdie Donau , bey höherem Wasserstande, über ihre Ufer tritt, und sich gegen Schlofs-hoff wendet, mithin seitwärts in den Marchflufs einläuft. Indessen mufs in Betrach-tung gezogen werden, dafs dieses separationswerk so weit stromabwärts liegt, dafsdie Donau den Marchflufs mit fortreifst, weil jene ihre Geschwindigkeit die von die-sem um das sechsfache übertrifft. b ) Wollte man aber blos das separalionswerkgmo aufführen, so wird der Marchfluss noch immer eine unvollkommene Ausmün-dung erhalten , weil dieselbe nicht mit der obern Bahn eine und dieselbe Bogenlinieformirt. Ferner würde die Vertiefung in den Marchflufs, welche doch so wesentlichzur Beförderung einer gröfsern Gesehwindigheit oder Abführung des Wassers aus denobern Flufsgegenden gehört, nicht entstehen. Es mufs daher die Bahn des Flusses,zwischen den werken a, b, b, d und e geleitet werden. Auf diese weise wirddieselbe eine Breite von 40 Klaftern bekommen, und da sich die Geschwindigheitenwie die Profile verhalten, so mufs sich die Tiefe vermehren, mithin auch der Abflufs