Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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sletten. Von hier an oder mehr abwärts, je nachdem das Gewässer der Donau hin-auftritt, welches sich nach den Anschwellungen beyder Flüsse richtet, fängt die Rück-schwellung des Marchflusses, d. i. die Retardation desselben an, mithin müssen diesämmtlichen Flufsgegenden bis GÖdingen, das ist bis zum ersten Wehr, schon ledig-lich von dem, von den hohen Anschwellungen der Donath, zurückgestauten Strom,überschwemmt werden.

§. 21Q. Da es ein Bedingnifs ist: den Abflufs oder die Geschwindigkeit der Marchin der Nähe der Donau zu befördern, um die zurücktretung dieses Flusses in jenenso viel als thunlich zu verhindern: so müssen die Profile des Marchflusses, in diesenuntern Flufsbezirk, bis auf die ihnen zukommende Breite von vierzig Klaftern ge-schmälert werden. Je mehr man nämlich nach den Grundsätzen der Hydraulik dieProfile schmälert, desto gröfser wird die Geschwindigkeit, mithin das Vermögen desStromes auf das Flufsbett zu wirken und dasselbe zu vertiefen; folglich wird vonder Regulirung der Profile, der Abflufs der March befördert, das ist ihre Hochgewäs-ser schneller als jetz abgeführt. Dahingegen die hohe Donau eine so grofse Was-sermenge nicht mehr in den'Marchflufs hinaufführen kann, wenn die Mündung derMarch durch Bauwerke und Anlagen eingeengt wird. Auch die Abnahme der Geschwin-digkeit in dem Strom der March kann sich nach vollzogener Regulirung der March-bahn nicht so weit aufwärts erstrecken wie gegenwärtig, indem die aus der Donau In die March kommende, mithin rückwirkende Strommasse, welche die uebervvuchtüber den Strom der March bat, verringert wird. Werden ferner die obern Profiledes Marchflusses mit denen in der untern auf 15 Klafter eingeengten Mündung bey 1verglichen, wird endlich die jetzige fehlerhafte Vereinigung beyder Flüsse beobachtet,so kann man annehmen, dafs in dem Donauflufs J der wassermenge von der March weniger eintritt als darin eintreten inüfste, wenn beyde Flüsse Q sich unter einem spi-tzen Winkel vereinigten. Dieses Viertheil mufs daher zurücktreten, und zwar soweit hinauf, bis irgend ein Wehr oder vollkommenes queer durch den Flufs ziehen-des Hindernifs, dessen Rückwirkung verhindert. Folglich wird auch, in dieser Hinsicht,der March flufs bis GÖdingen und in die Taya bis zu dem ersten auf ihr liegendesWehr retardirt. Beyde Flüsse werden also aus ihren Ufern zu treten gezwungen,und zwar nach Maafsgabe der Donauflufs hoch ist und in einem solchen Zeiträumedie Ueberwucht über den Strom beyder genannten Flüsse ausübt, so dafs sich dieRetardation bis in die obere Flufsbezirke ausdehnen kann. Es ist daher der Um-stand : dafs die Marchgegenden in den letztem Jahren häufigere und höhere Ueber-schwemmungen erlitten haben, leicht erklärbar, und ein Resultat des nachtheiligenLaufes der Donau bey Theben, so wie der auf die Donau senkrecht stehenden Mün-dung des Marchflusses. Hiezu kommt noch, dafs das Bett der March höher emporsteigt, nach Maafsgabe ihre Geschwindigkeit, mittelst der fehlerhaften Ausmündung