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Diese Messungen sine! unter der speciellen Leitung des für die Wasserhaukunstzu früh verstorbenen, damahligen kaiserl. königl. Hofconcipisten Neurohr und demIngenieur nagenauer, die bey mir die Wasserbaukunde mit vorzüglichem Fleifsestudirten , bewerkstelligt worden. Mein ältester Sohn carl hat der Aufnahme und.den Geschwindigkeitsmessungen, so wie dem gesammten Nivellement, von ollmützbis zur Donau, -6 wonathe über, beygewohnt, und öfters die Operationen des Nivel-lements gemacht. Junge Leute, die sich dieser Wissenschaft widmen, müssen nie-mahls die Gelegenheit verabsäumen, bey grofsen Operationen und Bauwerken sichpractische Fertigkeiten zu erwerben 1
222. Die schwierigste Aufgabe bey der schiff bahrmachung des Marchflus-ses und der Wahl der mittel, zur Entfernung der Ueberschwemmungen, bestand darin:dafs zugleich die von der aiarch getriebenen milden fast alle beybehalten werdenmufsten, wenn nicht das ganze Torhaben scheitern sollte. Ich werde dieselbe nurbey einer nühle aufzulösen haben, um den Leser zu überzeugen : dafs man bey allenübrigen, die unter der zahl der zu conservirenden begriffen waren, auf eine gleicheWeise verfahren könne. Hiezu will ich nur die erste, den Abflufs der March sper-rende, Sr. Majestät dem Kaiser unmittelbar zustehende Stühle bey GÖdingen wählen,Fig. 5, Tab. g7. Damit dieselbe und noch zwey andere Mühlen, nämlich die Neu-und Walkmühle , stets hinreichendes Wasser haben: so ist das Wehr a dergestaltangelegt worden , dafs die Oberfläche des untern Flufsbezirkes Q' 5" Q' u niedriger,als des obern, steht, dafs von dessen Rücken bis zum höchsten Wasserstande nur2 Schuh 4 zoll fehlen , wiewohl der Unterschied des höchsten und niedrigsten. Was-sers 7 Schuh ausmaeht, daher denn das Flufsbett oberhalb dem wehr sich derge-stalt erhöhete, dafs es 5 § sehuh höher, als das im Flufsbezirke, gleich unterhalbdem Wehr, liegt. Hiezu kömmt noch, dafs die Freyschütze oder Seitenablässe derGödinger - Stühle nur 11 Sehuh breit sind, und ihr Fachbaum nur 4 Schuh 6 Zollunter dem Sattel des Wehres liegen, da er doch bis zum natürlichen Abhange desFlufsbettes, d. i. noch um 11 Schuh gesenkt seyn sollte. Es ist daher kein wunder,dafs das Muhlw*ehr, woran man eine mit einer Kammer versehene Schleuse erbauethat, die mit Aufziehschützen seit ihrer Erbauung verschlossen ist, ohne gebraucht zuwerden, die wesentlichste Ursache aller Ueberschwemmungen, bis zur nächsten Mühleist. Diese schleuse ist eine wahre Satyre auf den schleusenbau von Mähren : dennwem ist wohl in unsern Zeiten eingefallen, eine Kammerschleuse mit Aufziehschützenzu erbauen, und sie dergestalt zu legen, dafs der über das wehr stürzende Stromjährlich öfters ihren Mündungs - Canal mit einer Sandbank verstopfe, welches bey die*ser Schleuse der Fall ist, die hoffentlich bald einstürzen wird, da sie auch nicht dengeringsten Nutzen hervorbringen kann, und, wie gesagt, niemals gebraucht wurde-Um jene Bedingungen zu erreichen , habe ich folgenden Vorschlag gemacht,l) Müssen zwey Seitencanäle 1. 2 iah, 97 . ausgegraben werden- Der erstere soll