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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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zur Durchlassung der HOchgewässer, und der 2te zur Durchfahrt der Schiffe dienen.In jenem würde ich das im II. Bande s. ÖOQ. beschriebene Wehr 2. zur Abführungder Hochgewässer und zur Aufstauung des niedrigsten Stromes , und in diesem diebeschriebene schifffahrts-Schleuse 3 . angelegt haben, (t. 96.) Diese wird bey Hoch'gewässern gleichfalls zu öffnen seyn , um einen Theil derselben abzulassen.

$. 223. Nach den angestellten Messungen und Beobachtungen sollten nachmeinem Vorschläge folgende Entwässerungswehre angelegt werden, l) Bey der -Ku-pferhammer-Mühle ohnweit ollmütz ein Wehr mit zwey oeffnungen zu 13 ■§ Fufs —also 27 Fufs oeffnung. 2 ) Ohnweit der Mühle zu Bolelauz mit zwey oeffnungen zu

14 Fufs — also 28 Fufs Oeffnung. 3) Ohnweit der Mühle zu Cremsier mit zweyoeffnungen zu 19 Fufs — also 38 Fufs Oeffnung. 4 ) Ohnweit der Mühle zu Quasitzmit drey Oeffnungen zu 13 Fufs — also 39 Fufs oeffnung. 5 ) Ohnweit der Mühlezu Napagedel mit drey oeffnungen zu 14 Fufs also 42 Fufs oeffnung. 6) Ohnweitder Mühle Nadaconitz mit drey Oeffnungen zu 14 1- Fufs — also 43 £ Fufs oeffnung.7 ) Ohnweit der Mühle zu ostrau mit drey oeffnungen zu 15 rufs — also 45 ruf*Oeffnnng. 8) Ohnweit der Mühle zu Wessely mit drey oeffnungen zu 15 pufs —also 45 rufs Oeffnung. 9) Ohnweit der Mühle zu Rohatez mit drey oeffnungen zu

15 § rufs — also 46 f rufs oeffnung. 10) Nahe bey der Mühle zu Güdingen einWehr mit drey oeffnungen zu 16 rufs — also zu 48 rufs Weite. Die Entwässerungs-canäle , worin diese Durchlafswehre zu liegen kommen , sollten % breiter seyn.Während dem niedrigen Wasser wird man also die wehre zum Behuf der Mühlenzusetzen , beym Eintritt der I-Iocligewässer aber schnell öffnen , wie dies Seite Ö07.2. Band, beschrieben ist, und auf diese weise dieselben unschädlich abführen*

Die zehn seitencanäle, zur Schifffahrt dienend, sollten eine Breite von 40 rufserhalten, da sie nur kurz sind. Aufser den 10 Kammerschleusen, werden zwischenCremsir und Bolelauz, zwey Wasserstauungen mit Durchlässen, in das Bett der March,nothwendig, damit dieselbe die zur Schifffahrt erforderliche Tiefe stets behalte.Nur drey wühlen, und zwar die schlechtesten , sollten bey diesem Vorschläge ein-gelöfst werden, weil sie durchaus mit den Anlagen der Schifffahrt .und mit derEntfernung der schädlichen uebersehwemmungen unvereinbarlich sind , nämlich dieCistower -, Kropiner- und Lanshuter - rnühlen. Der ziehweg sollte eine Breite von18 Fufs erhalten, mit den nöthigen Brücken versehen seyn, und 5 bis 6 Fufs überden niedrigsten Wasserstand zu liegen kommen, weil noch bey 3 bis 4 rufs der Stromfür die Schifffahrt bequem ist.

Der Marchflufs, auf diese Weise geleitet, wird, selbst bey der dürren Jahres-zeit, auf seichten stellen 3f bis 9 Schuh 8 Zoll wassertiefe haben, nur zwischen1 § bis 4 schuh Geschwindigkeit fliefsen, folglich für die Schifffahrt sehr bequemseyn !