Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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schütz zu besetzende Einschnitte, laufen bis in die Inondation hinein, damit sie nichtumgangen werden mögen; sie sind dergestalt mit Scharten zu versehen, damit dieselbenden vor ihen liegenden Dammweg bestreichen. Ueber den Graben mag aber defswe-' gen eher eine Dreh - als Aufziehbrüche angelegt werden; weil diese dem Geschützmehr als jene ausgesetzt und den Kanoniers öfters ein Hindernifs ist.

12. Während eine von einer künstlichen Inondation -umgebene Festungvom Feinde berennt ist; wird ein darin befindlicher tliätig und geschickter komman-dirender Ingenieur mehrere Batterien und verschanzungen anzulegen wissen, die selbstnach der Jahreszeit, welche von wichtigen Einflufs auf Inondationen ist, ihre Lageund Einrichtung erhalten. Die von Maynz und Kehl herausgekommenen Plane undmeine Karte vom Herzogthum Berg, worauf die an dem Rheinufer 17Q4 und 1795angelegten verschanzungen, die ich aufgenommen habe, angedeutet sind, geben dazusehr gute Beyspiele.

§. 13. In der Nähe der von einer Inondation umgebenen Festung mufs derCommandant viel Pappeln - und Weidengebüsch ziehen lassen, welches die Belagertenbeym Anrücken des Feindes abhauen, um es zu Faschinen zu gebrauchen, womit siein kurzer zeit in der Inondation neue Wege und Batterien anlegen. Auch mögengrofse Vorräthe von Planken, Balken und runden Baumstämmen bestehn, die man zuFlofsen und sturmhölzern gebraucht. An platten Fahrzeugen, die Kanonen aufzuneh-men , fehle es nicht!

$. 14. Die von der Festung in der Bombenweite liegenden Anhöhen , wennSie gleich von der inondation umgeben sind, müssen, entweder abgetragen, oder wiebey Herzogenbusch (Tab. 34.) befestigt werden, weil sonst der Feind unter ihremSchutze Faschinendämme und Batterien anlegt, um die Festung zu beschiefsen ; auchwohl mitten in der Inondation, nach Art der Parallelen, Verschanzungen im zickzackfortsetzt, wie im oesterreichischen Successionskriege bey der Einnahme des ohnweitder scheide liegenden Forts Axel geschah.

§. 15. Kann die militärische Inondation in kurzer oder zur rechten zeit nichtgeschehen, welches daselbst vorkömmt, wo der zuflufs der aufzustauenden Wasser-masse (wie bey Herzogenbusch ) nicht grofs genug ist, so mag dieselbe nach undnach auf einzelnen, mit den, einen Wallgang bildenden, staudämmen, zu umgebendenBezirke geschehen. Zuerst ist die zum weitesten von den Festungen entlegene Flä-che zu inondiren; dies kann aber nur dadurch in Erfüllung gehn, wenn man in denaufstauenden Gewässern, wo die Staudämme liegen und dasselbe kreutzen, stauschleu-sen anlegt. Zuweilen können selbst bedeutende Flüsse solche Inondationen bilden;es ist daher die Beherrschung derselben, insbesondere ihrer By- und Confluenzen ,nöthig. Diese müssen sonach mit Retranchements und Redouten gedeckt seyn, wel-ches vorzüglich bey solchen Flufsästen zur unbedingten Notnwendigkeit wird, welcheeine Landschaft, der vertheidigung wegen, überschwemmen soll; die man mittelst

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