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gen vor dieselben hin, dafs derselbe mit einer solchen Yerschanzung versehen werde,die die Schleuse vollständig gegen das Geschütz deckt. Die Verschanzungen an derGrebbe-schleuse (Tab. 38.) geben hiervon ein gutes Beyspiel. Inondationen um Fe*stungen müssen ihre Stauvorrichtungen in den Festungswerken selbst haben.
§. g. Der von der Inondation bedeckte Boden mufs , wenn er porös und kie-sigt ist, gleich nach vollendeten Festungsbau so lange mit Wasser bedeckt bleiben,bis er das Wasser nicht mehr stark einsaugt.
$. 10. Damit der Belagerte die ihm vortheilhaft scheinenden Ausfälle mache,und sich durch die Inondation nach der Festung zurückziehen könne, so müssen vonder Festung ab mehrere gepflasterte oder Erd-Dammwege gehn, die mit Forts undBatterien gedeckt werden und mit der Festung zusammen hangen. Die um Herzo-genbusch Tab. 34. liegenden Forts geben hierüber ein lehrreiches Beyspiel. DieseDammwege mögen, so weit sie vom fliessenden Wasser oder von heftigen Wogenbespült werden, an ihrem Fufse eine Bekleidung oder Verzäunung von grünen Wei-denreisern erhalten, die mit steinen oder Kies auszufüllen sind. In der Nähe derStauschleusen oder stau-Balken wände mache man sie aus Faschinenbau, damit daslängs denselben, während der Ein - oder Auslassung der Inondation durchströmendeWasser, sie nicht beschädige. Einige Dammstrecken müssen auch zuweilen als Ue-berfälle dienen, wenn nämlich ein Flufs mehrmahlen durchgedämmt wird, um dieobern Flufsgegenden zuerst zu überschwemmen. Diese mögen aus einem mit stei-nen zu beschwerenden Faschinenbau bestehen , dessen Construction im I. Bande ge-lehrt ist. Zur Erleichterung der Ausfälle müssen die Dammwege nicht auf steilen Ber*gen, noch in W aldungen, Dörfer, Weinberge oder Gärten endigen, sondern, wo möglich,, die Inondation auf einer freyen Ebene verlassen, die von dem in der Inondation lie-genden Forts bestrichen wird, damit sich das den Ausfall bildende Corps darauf for-miren und ausdehnen könne, sobald es die Inondation verläfst. Diese Wege solltenvon der Festung so abgehen, dafs sie von den Bastionen und P.avelins bestrichenwerden, damit, wenn der Feind darauf anrücken wollte, nachdem die äussern Fortsgenommen wären, derselbe dem Kanonenfeuer des Belagerten ausgesetzt sey. Eineähnliche Richtung erhalte ein Dammweg vor den äusseren Forts, durch welche der-selbe passiren mufs. Die Lage der Festung, ihre Construction und ihre Umgebungenbestimmen es demnach: ob man die daraus abgehenden 3CK breit zu machendenChausseen oder Dammstrafsen, in Krümmungen führen müsse, um sie von der Fes-tung aus bestreichen zu können.
$. 11. Sobald nun der Feind gegen die Festung anzurücken droht, werdenin diesen Dämmungen, mit einer Brustwehr, Banket, Wallgang und Graben zu ver-sehende Einschnitte gemacht. Vor ihrer innern Böschung werden schräge oder ver-tical in den Boden stehende oben spitz seyende Pallisaden eingegraben. lieber denGraben führe eine Noth - oder besser eine Drehbrücke. Diese foitifizirte, mit Ge-