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solchen Vertheidigungs - Mitteln war ihre kleine Macht im stände, sich gegen mäch-tige Nachbarn zu schützen ! Sie sah auch bestimmt die Nachtheile eines Cordons-systems ein, welches das für sie gegen Ludwig xir. beobachtete gehabt hatte. Alledamals längs der waal , dem Rhein und der vssel aufgeworfenen Retranchementskonnten diesen ruhmbegierigen König nicht zurück halten, welches die künstlichenInondationen von muyäen und van der recht thaten. Wie viel Blut, wie viele Pro-vinzen wären wohl für manche Macht erspart worden, wenn die Generäle unsererzeit den Holländischen Feldzug unter Ludwig XIV. studirt, und die Folgen des da-maligen Cordons - Systems berücksichtiget hätten. Durch diese grofse Erfahrung be-lehrt, achteten daher die Holländer wenig auf die Festungen wymegen und Arnheim :denn sie (Tab. 27.) erfordern eine zu grofse Besatzung, und die letztere (Tab. 38.)kann von den nahen Anhöhen bald beschossen und nutzlos gemacht werden. Dieim 1 6 . Jahrhundert längs der waal und der vssel bestandenen, und auf einigen Kartendes Blauwschen Altlasses noch angegebenen Batterien wurden abandonnirt und die derFestung Gorkum gegenüber liegenden Forts : Loewenslein und workurn, so wie diegrofsen künstlichen Inondationen vervollkommnet; auch Naarden , Gorkum , nerzo-genbusch und Grave wurden verbessert. Was können auch Batterien an Flüssenfruchten, denen gegenüber Dämme liegen, die der Feind jeden Augenblick zu ähn-lichen Batterien umschalfen kann ? Den ersten zwey Festungen fügte man daher diezwischen der waal und dem pannerdenschen -canal liegende sternschanze; ober-halbder Yssel aber das Retranchement Geldersche-ort genannt, hinzu (Tab. 14.): welcheAnlagen um so nöibiger waren, da Ludwig xiv. bey Lobith den Rhein passirt hatteund von da aus ohne besondern Widerstand bis vtrecht vorgedrungen war. Nyme-gen und Arnheim bilden daher mit jenem Retranchement und der sternschanze dieerste Defensions - Linie gegen einen Feind, der vom Rhein abwärts Holland angreift.Endlich legten die Holländer die Forts: vitermeer, Hinderdamm und mieuwersliiis(Tab. 42.), so wie die Retranchements an der Gr ebbe (Tab. 38.) an.
§. 24. Die 2te Defensions - Linie .ist der ersten weit vorzuziehen, und vonihr hieng ehemahls die Sicherheit, so wie die vertheidigung Hollands vorzüglich ab.Sie nimmt ihren Anfang am südersee: nämlich nördlich Ainersfort bey der spacken-burger - schleuse (Tab. 42.), und wird von derselben ab bis zur Grebbe - Schleuse,die oberhalb wyk by miurstede (x. 3Q.) liegt, und auf (t. 37.) genau mit dem obenerwähnten Retranchement, an der Grebbe, dargestellt ist, von einer fortlaufendenInondation verstärkt. Zu ihr kann auch noch der befestigte am Rhein liegende Ortwageningen (t. 38.) gezählt werden. Diese Inondation wird nämlich von den genann-ten zwey schleusen bewirkt: die erste, d. i. die spackenburger - schleuse versagt,nämlich der eingelaufenen Fluth den Rückgang in die südersee, welche von dem.rechtseitigen e em-Deiche bis Ammersfort und gegen sunshotten, die Gegend unterWasser setzt; die zweyte oder Grebbe-schleuse hemmt den Ablauf der kleinen Ge-