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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Erde in ihren Helmen und Brustharmschen herbeytrugen. Wir lesen, dafs die vonToürnesis zu anderer Zeit, in ähnlicher Noth, in den Niederlanden ein gleiches getlian,als sie das Lager des quintiis cicero einschlossen; auch diese waren genötlngt, diedie Erde mit dem Schwerte auszuheben, und in ihren Waffen schürzen zusammenzu-tragen. Als 'aber die Gefahr mit dem Steigen der Gewässer immer grofser ward,warfen die jetzt vielmehr belagerten Spanier das schwerste Geschütz in nahe Graben,und endlich ergriff r-aldes, der es zu spät bereuete, den günstigen Augenblick zurEroberung von Leyden ausser Acht gelassen zu haben, eine plötzliche Angst, und erhob, nach vier nonaten vergeblicher Arbeit, die Belagerung, nicht ohne grolsen Verlust,auf: denn die Holländer verfolgten den reind mit eben so viel Math als Klugheit.

§. 21. Da diese Abtheilung der Wasserbaukunde mit keinem gröfserem undwichtigeren Beyspiele als mit dem der künstlichen Inondationen Hollands bereichert wer-den kann: so will ich dieselben beschreiben., wie ich sie grÖfstentheils selbst kenne.Ich komme daher zur

Darstellung der künstlichen inondationen Hollands und der Benutzung des Strandesso wie der seemündungen zum Angriff und zur rertheidigung dieser

inondationen.

$. 22. Die Provinzen .Geldern, Utrecht und Holland sind, seitdem sie einigekünstliche Inondationen, die erst im 18. Jahrhundert die jetzige Vollkommenheit er-reicht haben ■— hatten, viermal von Feinden angegriffen worden. Zuerst von denSpaniern, dann von Ludwig XIV. , das drittemal von Preufsen, und endlich vonFrankreich , während des harten Winters 1 1 Q|. Der zweyte Angriff gelang nur bisNaarden >• der dritte wurde von Partheywuth begünstigt, und der vierte würde wahr-scheinlich nicht so vollständig gelungen seyn, wie er gelang, hätten die oesterreichi-schen Generäle am linken Rheinufer bey Düsseldorf an dem Dorfe neerd ( xab. 2.)die Anhöhe verschanzt; die Düsseldorfer Rheinkrümme durchgegraben und unter Mühl-heim (Tab. 6.) bedeutende Redouten aufgeworfen, um jenseits des Rheins im Winter1794, sichern Fufs zu behalten. Hierdurch hätten die Oesterreicher entweder bey demeinen oder andern militärischen Puncte die französische Armee jenseits des Rheinsbeunruhigen, letztere daher ihre ganze stärke nicht auf die Eroberung Hollands wenden können. Die Anlegung jenes Durchstiches bey Düsseldorf und der zweyHaupt -Retranchements (vor Düsseldorf und unter Mühlheim) war um so ausführbarer,da die Oesterreichische Armee dazu die He 1 " ogthümer Jülich und Berg so wie dascüllnische, hätten aufbieten können und sie immer noch Ö5000 Mann ausmachte.

$. 23. Wenn man die topographische und militärische Lage Hollands betrach-tet: so wird es begreiflich, dafs die ehemalige Republik zur Erhaltung ihrer Selbst-ständigkeit gegen Süden und Osten einer Reihe von Festungen bedurfte und zugleichgenöthiget war, ihre Gewässer.zu militärischen Inondationen zu benutzen. Nur mit