Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Jüer beschreiben: Die erste Tnondatfon, welche die inondation von der zängstraatel:eifst, beginnt bey Gertruydenberg, wo sie eines Theils von einer Durchdämmung deralten Maas bey ab (x. 39.) und andern Theils von der Hagoortschen Schleuse e, diebefestigt ist, bewerkstelligt wird. Im Fall daher ehemals Gertruydenberg erobertw'orden wäre, so würde der Feind den in der alten Maas gelegenen Staudamm leichtzerstört und die Inondation abgezapft haben. Die Holländer würden sodann die Läng-straate, mittelst einigen Coupuren in den Dämmen, bey Capellen und Douvern, zuvertheidigen gehabt haben.

§. 32. An diese inondation stöfst die von Hemden: sie zieht ihr Wasserdurch die bey Heusden liegende Schleuse aus der Maas und wird von dem oudheus-denschen - zeedyk und der Keerk.ade 1 u Tab. 39. aufgestaut. Wäre die Langsstraateforcirt, so könnte man diese Inondation mit der Haagortschen Schleuse ablassen,welche daher sowohl als die Moerse - Vaart fortificirt werden miifste.

§. 53 . Die Inondation des tandes - Altena , welche nur während der hohenwasserstände der Merwede und Maas , mittelst in den Dämmen zu machender Ein-schnitte (coupuren), die im §. 30 . angezeigt sind , bewirkt wird, gränzt an die vo-rige. Die vierte inondation gegen Brabant ist die um Herzogenbuseh, (t* 39. u. 34 ).Sie wird von den Flüssen Dommel und Aa, mittelst Verschliefsung der schleuse imFort Crevecoeur, der in Herzogenbuseh liegenden schleusen und endlich mit einemin der Mündung des Baartwykschen Ueberlasses von a nach b (Tab. 39. ) anzulegen-den Damme gebildet. Diese zur dürren Jahreszeit nur in einigen Monaten zu be-wirkende Inondation wäre daher schon im März und April zu machen gewesen, wennder Einfall des Feindes im Sommer wahrscheinlich war. Sobald der Feind sprangund Drunen inne hat, kann sie bis Deutern abgezapft werden ; wefshalb das beyWaspik liegende alte Retranchement 1 im Jahre 1794 hätte wiederhergestellt seynsollen. Diese inondation um Herzogenbuseh (t. 34 .) hat folgende Forts : als das Fort Isa-belle, Antoni und Orthen. Zwischen dem letztem Fort und dem Dorfe Dentern wird dieInondation von der Aa bis zum Canal oder Flufs mezen nur alsdann bewirkt, wenn dieSchleusen von Crevecoeur geschlossen sind, der Flufs nieserc aber zugedämmt ist. Zwi-schen der ehemaligen schanze Pettelaar und der Festung geschieht die Inondation vonder Aa und Drommel, welche Bäche die Stadtsehleusen aufstauen. Uebrigens istder Besitz von Herzogenbuseh für den, der Holland inne hat, von der" äufserstenWichtigkeit, weil es, wie wir gesehn haben, die beschriebenen Inondationen am lin-ken Ufer der Maas beherrscht, und mit Breda , Gertruydenburg und Willemstadt einesehr feste Position bildet.

Die letztere inondation gegen Brabant wird gemacht, wenn der Flufs Rosen-daal, ohnweit Houtersgat, zugedämmet ist. Vor und in der Nähe der Festung Ger-truydenberg (Tab. 39.) läfst sich die inondation zur Fluthzeit mit dem W'asser desBiesbosches formiren, wenn nämlich die schleuse am oostenhoutsen-Damme geschlos-