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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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ZWEYTES KAPITEL.

Von den von nolz construirten pfähl-, joch-, sprengwerks - und Hängewerks -

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§. 12 .

Jcli mache defswegen zwischen den von Holz, Eisen und Steinen erbauten Brücheneinen Unterschied, und handle sie in hesondern Kapiteln ab, weil die Zusammen-setzung ihrer Theile nach unter sich verschiedenen Maximen bewirkt wird; dennnur meine Construction von den eisernen Brücken ist der von mir bey den auszimmerwerk gebildeten Bogen erfundenen ähnlich ; sie werden durch ein und das-selbe Princip begründet I

Erstens. Von den pfähl- und Jochbrücken.

§. 13. Diese bestehen entweder aus einfachen oder doppelten Pfahlreihen,die man wenigstens mit einem sechs centner schweren, im 2ten Band s. 413. be-schriebenen Rammklotze, dergestalt in den Boden eintreiben sollte, *) dafs der miteinem 10 Pfund schweren pfahlschuh versehene Pfahl nur einen Zoll während drey-fsig Rammschlägen, in den Grund einrückt; mit 12 Centner schweren Rammbärenmag das Feststehen zu zwey bis drey zoll, in der letzten Hitze, angenommen wer-den. Sie heifsen alsdann pfahlbrücken , wenn sie schmal sind, und die pfähle nichtmit Gurtungen, sondern nur mit der oben auf die Pfähle liegenden Schwelle (Kron-schwelle) Jochschwelle oder Kronholz, verbunden sind, sonst werden sie Jochbrückengenannt, denn diese so mit Gurtungen verbundenen pfahlreihen nennt man joche.

*) Ich hahe bey den Rammklötzen jetzt noch eine Verbesserung angebracht; es ist nämlich in demInnern des Läuferloches an jeder Fläche eine 5 Schuh lange, 3 Linien breite, und eben so tiefeRinne gemacht, in die man Unschlitt- oder Seifenschmiere einläfst, und oben mit einem Keilverschliefst. Hiedurch wird fast alle Reibung des im Rammklotze befindlichen Läuferloches,längs dem Läufer, aufgehoben. Auch lasse ich Rammklötze gebrauchen, die unten Leine eisernePlatte haben, und deren Ochse h Fig. 67. Tab. 85- an ein lothrechtes Eisen angeschmiedet ist,■welches unten ein Loch erhält, und durch einen der drey Ringe, welche um den Rammklotzbefestigt werden, eine eiserne Stange geht, die an einem Ende einen Kopf, am andern eineSchraube hat. Diese Einrichtung ist notliwendig, damit die Oelise, woran das Remmtliau befe-stigt wird, aus dem Rammklotze nickt herans gezogen werden, könne. Auf diese Weise wer-den die Pfaklköpfe , indem Holz auf Holz fällt, nicht so leicht polsterig geschlagen, und dieWirkung des Rammklotzes ist uro so gröfser.