Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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wendeten, eine Berechnung angestellt: so erfordert die-letztere 15662 cubik-Schuf*Bauholz und 4288 pfund Eisen, wo hingegen die erstere nur 847Ö Cubik - SchuhBauholz und 1737 Pfund Eisen bedarf. Wenn man alle Materialien und Arbeitslöh-nungen anschlägt, so können beynahe zv/cy Bdgenbrücken,. nach meiner Construclion,mit der Summe erbaut werden, welche zu einer solchen Hängwerksbriieke nothwendig ist.

§. 64 . Da meine jetzt bey. vielen Brücken in Anwendung gebrachte Cpnstruc«tion wesentlich auf das Krümmen des Bauholzes und auf das grofse Tragvermögengekrümmter Hölzer oder der übereinander verbundener curven gegründet ist» so willich einige Versuche und Ansichten über den Widerstand- des Bauholzes im Allgemeinen,über die Tragkraft und Elasticität der eurven, so wie über die Preßbarkeit des Holzes,mittheilen , nachdem ich den Leser auf dasjenige, was ich im 2. Bande S.-404 bis 512von der Natur des Bauholzes,, seiner Auswahl und Behandlung vortrug, verwiesen habe.

Wenn gleich für die Brückenbaukunde keine Eigenschaft der Bauhölzer wich-tiger ist, als die Elasticität oder Biegsamkeit und Tragkraft derselbenso sind dochhierüber bis jetzt wenig versuche im Grofsen angestellt worden» welche allein alsbrauchbar anerkannt werden können! Man hat unter der absoluten Festigkeit des Holzesdiejenige Kraft verstanden, womit seine Fasern.dem Zerreissen widerstehen. So wich-tig nun auch die Erforschung dieser Kraft für die Naturlehre seyn mag, so würde siekeinen wesentlichen Einflufs auf das- Bauwesen haben, wenn man nicht daraus dierelative Festigkeit des Bauholzes hätte berechnen wollen. Diese Kraft» welche mandie absolute Festigkeit nennt, ist nämlich so stark, dafs man niemals so schwereLasten an lothrecht befestigten Bauhölzern hängen wirdwelche vermögend wären,ihre Fibern zu zerreissen. In der Baukunde kommen” daher nur vorzüglich viererleyWiderstände der Bauhölzer» in Betracht zu ziehen ; der erste Widerstand ist derjenige,womit ein lothrecht gestelltes Holz die darauf ruhende Last zu tragen vermag, bevores sich seitwärts biegt und bricht. Man bezeichnet denselben unter der Rückwirken-den- -Kraft. Da man aber alle stützen mit den sie belastenden Körpern oben in diegenaueste Verbindung bringt, und den Raum zwischen den Grundpfählen ausfüllt,die einzelnen pfähle aber überdiefs* mit den Grundschwellen verbindet; dieseTragkraft oder dieser widerstand, nach den Versuchen,, so grofs ist, dafs er weit mehr,als was man begehrt, leisten kann: so darf man, wenn die lothrecht frey gestelltenHölzer, im verüältnifs ihrer Dicke, nicht zu lang sind, niemals Befürchten» dafs siedurch die darauf gelegten Lasten gebrochen werden. Diese Tragkraft imifs nämlich,je nachdem die Höhe eines solchen Holzes zuriiinmt, abnehmen, weil die Fibern länger,also leichter ausgebogen und ihr Gewebe eher zerknickbar ist. Der zweyte Wider-stand , womit ein als strebe angebrachter Balken der Theilung seiner Fasern entgegenzu wirken fähig ist, kömmt vorzüglich bey den Sprengwerken vor. Der dritte, wennein horizontal gelegter Balken einer auf dessen Mitte oder Oberfläche gelegten Last,ohne zu brechen, begegnet, und der vierte, wodurch ein gebogener Balken (curvc)

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