Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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nur zu 30 centner, d. i., kaum die Hälfte annehme, welche jene Versuche gehen,und den umstand gar nicht berücksichtige, dafs die schwere der über Brücken ge-henden Lastwägen auf mehrere Tragpuncte vertheilt wird. Wir wollen jedoch beydieser Berechnung das aus den versuchen mehrerer Gelehrten hervorgehenden Resultatannehmen, nämlich: dafs die Tragkraft eines Balkens nach dem Quadrat seiner Höhezuninnnt. Wird demnach der Bogen einer Brücke aus drey Bogenrippen, wie beyder Augsburger Brücke T. 110.,, zusammengesetzt, worin jede Rippe aus drey über-einander gelegten Curven besteht : so erhält man eine Last von 3 , 3 *. Q . 50 =?13 50 Centner, womit man, abgesehen von der durch die andern Zimmerverbindun-gen vergröfserten Stabilität oder Tragkraft, die Mitte eines Bogens beschweren könnte,ohne dafs er sich senken würde. 2) Ber der Bumberger - Brücke bestehen die Sei-tenrippen, in der Mitte des Bogens , aus drey aufeinander und zwey nebeneinandergelegten drey fachen Curven und die mittlere Rippe an den Seiten, aus einer, und inder Mitte aus drey, so dafs man in allem 17 Curvenlagen hat, Man würde daherdie Mitte dieser Brücke mit 2 . 2 . 9 , 50 ■*+• 9 , 50 4. 2 . 50 = 2350 Centner beschwe-ren können. Aber diese Last ist noch bey weitem nicht diejenige , welche solcheBrücken zu tragen im Stande sind. Es zeigt nämlich eine Analyse dieser Bauconstruc-tion; dafs nothwendig der Druck von derjenigen Last, die man auf die Mitte einersolchen Brücke legt , nicht nur auf diese allein drückt, sondern sich auch auf dienächsten Tragpuncte, welche daselbst Statt finden, wo die Unterstützung der schlufs-balken auf die Bogenrippen aufiiegen, ausdehnt,; daher trug denn auch die Bamberger-Brücke eine Last von 10 169 centner, welche von dem darauf gelegten pflaster ent-stand, Ferner leidet, nach meiner Erfahrung, der Bogen einer solchen Brücke inder Nähe des siebenten Theils vor den Widerlagern, wenn man den Bogen in achtgleiche Theile tbeilt, zum stärksten, wenn die Mitte beschwert wird oder eine Lastdarüber hingeht. Auch wird dadurch die gclastung einer Brüche auf desto mehrerePuncte ausgedehnt, jemehr man in den Schwellenfeldern Windruthen und Spannstre-ben anbringt, d, i,, die Steifigkeit des Bogens vermehrt. Wenn man endlich überdie vertheilung des Druckes derjenigen Lasten, welche über solche Brücken gehen,oder die dieselben stets beschweren, nachdenkt, und die Einwirkung der Windru-then, stütz - und spannstreben auf die Stabilität des Bogens und auf die vertheilungdes Druckes betrachtet, auch in Erwägung zieht, dafs die Wirkung des Druckeslangsam bewegter Lasten anders ist, als der im Trott über solche Brücken gezoge-nen, und noch anders, wenn über die Brücke Kavallerie im Trabe reitet *); dafs

*) Ueber die Bogenbriicken xu Augsburg, Oettingen und Mühldorf fahren häufig Aprachtwäge«, einjeder mit 3 Pferden bespannt, dicht hintereinander, so, dafs diese Brücken von einer 1080 Cent-ner betragenden in Bewegung gesetzten Last beschwert sind, ohne dafs eine Senkung der Bo-gen Statt fand. Bey der ersten Oettinger - Brücke (Tab. H7-). die uur in jedem Bogen zweyRippen, jede aus drey Curven bestehend, hat, haben jedoch mehrere Beobachtungen gezeigt