Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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stellenden Mantel verseilen. 2) Sind die Kreutzstreben und windruthen mit kleinenBretterdächern versehen und betheert. 3) Bestehn die Strafsenträger aus zwey Hol-zern Fig. IV., wovon das obere abgekantet, damit das etwa durch den Brückenwegdringende Wasser davon abfliefst. 4) Die Einkerbungen der stützsäulen, so wie alleVerzapfungen sind mit siedendem Leinöl ausgegossen worden. 5) Die strafsenträgersind mit einer doppelten drey zoll starken Plankendecke dergestalt belegt, dafs dieobere Planke die Fuge zweyer darunter liegenden genau bedeckt. Ueber diese plan-kendecke ist au jeder Seite ein 10" starker Balken (Fufsbaum) gelegt, der sowohlauf diese Deckplanhen , als an die celändcrsäulen, mittelst grofser Nägel, angetriebenist. Von dieser Einfassung des Brückenwegs ist seitwärts eine doppelte Bedachungüber die schlufsbaiken 6. 7. Fig. 4. gelegt, um den schlagregen nicht nur von dem-selben, sondern auch von den Stützsäulen und den Bogen -Rippen abzuhalten. 6)Sind diese mit doppelten verschaalungen versehen, welche zweymal mit oelfarbe an-gestrichen wurden. Wie diese Brüche sich dem Auge darstellt, ist in der auf der111 . Eupfertafel, gezeichneten perspectivischen Ansicht, sichtbar.

§. 10Q, Die Baugeschichte dieser Brücke, oder die Art und Weise, wie dieArbeiten auf einander gefolgt sind, will ich so kurz als möglich darstellen. AnfangsJuny 1807 wurde die Stuhl-Rüstung des Werkplatzes (F. 1. 2. t. in.) auf einer wiesedergestalt gelegt, dafs jeder Bogen sieben Unterstiizungs- oder Krümmungspuncte er-hielt, die nach der Bogenlinie des gezeichneten Entwurfes und einer auf dem Werk-platz angenommenen Horizontallinie abgesteckt waren. 2) Jetzt wurden die stütz-Schwellen b c, die Bundhölzer b gelegt, und der Kerbstock n der stützsäulen aufge-richtet. 3) Die untersten drey Curven einer jeden Rippe, welche die erste Lageausmachen , wurden mittelst einer um das Gerüste und das zu krümmende Holz ge-schlungene Kette d (f. 2.) und einer Fufswinde p (f. 3.) nach der Bogenlinie gekrümmt,nachdem an den zwey äufsersten Curven, sowohl vor den Stützsäulen, als vor deräufsern schwelle, zwey Planken o (F. 2.), als Zugstützen, an jeder Seite einer Rippeangenagelt waren. Diese zugstützen hielten nämlich die beyden Anfänge des Bogensabwärts (d. i. auf dem niedrigsten widerlagspuncte) weil bey l unter dem Gerüstbolze,ein Riegel durcligesteckt ward. Die Last des auf diesem Riegel anstofsenden Gerüstes,hielt daher, vermittelst der Zugstütze, die untere Curve auf ihrem Unterlager b fest.4 ) An den Anfängen der Bogen waren zwey Schrägstützen hinter der Stützwand aangebracht, damit der Werksatz nicht seitwärts weichen konnte. 5) War nun ver-mittelst der Zugwinde und Kette d eine obere Bogen-Curve gekrümmt, so wurdedieselbe mit der untern durch eiserne Klammern und hölzernen zwingen m zusam-mengehallen, die Schwellen jedesmal auf ihre stelle eingezogen und die eichenenschlufskeile eingetrieben. 6) Nachdem die Curven, 'auf diese Weise, aufeinander ge-bogen waren, schnitt man dieselben nach den Kerben der Stützsäulen ein, und fügtesie in die Kerbstöcke selbst. 7 ) Sie wurden vermittelst eines vertical stehenden He-