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Nach Legung des Schlufsbalkens zog man die Schrauben, die Kreutzstrebeaund dann die Windruthen, nachdem vorher die Spannklötze p, p gesetzt waren, an.Zwischen den Stützsäulen und den jochen wurden die eichenen, über ein gelindesFeuer gerösteten, zum deutlichsten in Fig. 8. dargestellten Keile eingetrieben; dieFfahlräume bey den jochen mit ziegelgraus , Kiesel, Cement und frisch gelöschtemKalch gefüllt. Jetzt ward die Ausrüstung begonnen, und am II. Januar 1808 standder rechtseitige, am 13. der linkseitige, am 15. der mittlere Bogen ganz frey.
$. 111. Der kalten Witterung wegen mufste das Mauerwerk bey den Wider-lagern bis zum 17. Februar ausgesetzt bleiben, das dann am 2. Juny vollendet ward.Am 6. März sollte die Brücke, welche 3Ö000 fl. gekostet hat, befahren worden seyn,wenn nicht die gänzliche Aufführung der Chaussee - Dämme viel schreiberey verur-sacht hätte. Sie ist- im nay vor sich gegangen. Der erste Frachtwagen war sogrofs, wie man vielleicht niemals einen aus Augsburg gefahren hatte. Achtzehnstarke pferde zogen denselben mit Anstrengung auf die ebene Chausse fort. Uebertausend Menschen aus Augsburg standen auf der Brücke, und ich hatte dem Bauin-spector aufgetragen, jedem Fuhrmann zu erlauben : über diese Brücke in vollemTrabe zu fahren. Kaum hatten also die vordem Pferde die Brücke betreten, so lie-fsen diejenigen, welche so weit in ihrem Hasse und ihrer Dummheit giengen, indemsie hofften, dieser Lastwagen werde der Brücke schädlich seyn, den Fuhrleuten Zuru-fen : Trott , xrott I Es wurde von vielen Seiten auf die pferde geschlagen, der Last-wagen so im stärksten Trabe über die Brücke gesprengt, ohne dafs die darauf ste-hende Volksmenge dje geringste Erschütterung verspürte. Von dieser zeit an mufsteselbst der böseste Leumund schweigen. Es sind die Artillerie - Trains und täglichviele hundert Wägen, selbst Kavallerie - Regimenter in vollem Trott die Brücke pas-sirt, ohne dafs sie den geringsten Nachtheil erfahren hätte, oder eine Schwingungihrer Theile erfolgt wäre. Der jetzige Bauinspector Gerold hat die specielle Leitungdieses Baues, als Bau-Ingenieur, geführt.
$. 112. Diese Bogenbrücke hatte bis zum Jahre 1813 allen Einwirkungeneines aufserordentlichen und muthwilligen Gebrauches widerstanden, denn die schwer-sten Lastwägen, die Kavallerie und das Geschütz der französischen Armee wurde imTrott darüber gesprengt. Kein Wunder, wenn sich endlich der linkseitige Bogeneinen Schuh, und der rechtseitige Bogen 18 Zoll, gegen die Widerlager zu , in ih-rem schwächsten Puncte, senkten.
§. 113- Ferner hatte der Umstand, dafs man zu ihrem unverschiebliehen Baubenöthigt gewesen war, das im sommer 1807 gefällte Fichtenholz anzuwenden, zudieser Senkung beygetragen 2. b. S. 503.; und endlich waren beyde Stützschwellen inden Widerlagern, worin die Curven eingehn, etwas gewichen, welches ohne Zweifeldaher rührte, dafs man nicht genau meine Vorschriften befolgte, d. i., dafs mannicht in der pfahlreihe e F. 10. T. HO. nach meiner Vorschrift Pfahl, an Pfahl gesehla-