Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
434
JPEG-Download
 

434

Wird in Erwähnung gezogen : dafs zu dem sogen dieser Brücke 600 Gewölb*stücke gebraucht worden sind, so beträgt das Gewicht von denselben (ein Gewölb-stiick zu 4 Centner gerechnet) 240,000 pfund, folglich 120 Tonnen an Gewicht.Das geschmiedete Eisen soll sich zum Gufseisen wie 3 : 25 verhalten. Herr boup-ton, welcher neunzigtausend Gulden zum Bau dieser Brücke herschofs, erhielt einpatent auf die Construction dieser Art von Brücken, und die Gewölbstücke wurdendaher Patents .* Blocks genannt. Mit denselben wird also der Bogen, nach Art derGewölbsteine zusammengesetzt. Alles Eisen an dieser Brücke soll 250 Tonnen (a2000 pf.)oder 5000 Centner» wiegen.

§. l6l,. Die dritte grofse Brücke ist in einem Bogen über die Themse beystains in Middlesex von dem Ingenieur trilson, vermuthlich der nämliche, welcherdie Brücke von Sunderland hat ausführen helfen, im Jahre 1803 erbauet worden.Siehe Fig. 18. Die Weite ihres Bogens beträgt 1Ö8 Fufs 9 Zoll 10 Linien (27 m 42 c );Die Bogenhöhe 15 Fufs 0 zoll 3 Linien (4 m 88 c ). Das Gewicht ihres Eisens soll270 Tonnen oder 5400 Centner betragen. Wahrscheinlich hatte die Brücke von Sun-derland dem Ingenieur jrilson gezeigt, dafs es unnöthig sey, den Gewölbstücken derBrücke bey stains eine so grofse Hohe als bey jener Brücke zu geben, und dafs derGufs, wenn ein Gewölbstück zwey Abtheilungen nach der Queere erhält, immer be-schwerlicher ist, als wenn man das Milteistück wegläfst, folglich ein Gewölbstück derLänge des Bogens nach gröfser gegossen werden kann. Er gab daher der Höhe ei-nes Gewölbstiickes bey der Brücke von stains (F. 40.) nur 3' 6" (l m l6 c ). Dasselbehat beym untern Theil des Bogens eine Lange von 4‘ 2" (l m 25 c ) und am obernTheil des Bogens 4' 3" V“. An dieser Brücke ist daher ein Bogenstück, beynahedoppelt so lang, als bey der Brücke von Sunderland. Die Höhe der untern undobern EOgenthqile d, d Fig. 40. beträgt 5 Zoll 6'" (l5 c ), die stärke 3 V/ 8'" (lO c )und eben so stark sind die vier der Höhe nach gehenden Radial - Stützen e Fig. 3Q.und 40., deren vordere Breite nur 1" 6"' beträgt. Jeder untere und obere Bogen-theil d eines Gewölbstiickes Fig. 40. hat, | zoll von ihrem Ende, eine etwa 1 f zollvorstehende platte a. Die beyden platten zweyer aneinander stofsenden Bogentheilelassen nun eine etwa 1 §• zoll starke Vertiefung zwischen sich, in welcher die zweyVerbindungsstücke ab Fig. 41. und 42. einpassen. Damit aber die einzelnen Gewölb-stücke, dem sogen nach, aufs Genaueste und Festeste verbunden werden, so sinddie obern und untern Bogentheile d an ihrem Ende auf eine Länge von 18 Zoll hohlgegossen, so dafs ein eben so langes und 3 /v 8"' hohes eisernes Prisma, das wirbey c sehen, darin einpafst. Dasselbe mufs natürlich in jenen hohlen Raum des Ge-wölbstückes eingetrieben werden, ehe das Verbindungsstück a b auf das Ende desGewölb Stückes, gegen dessen vorstehende platte, angeschoben wird. Ist das Verbin-dungsstück a b angelegt, dann wird das zweyte Gewölbstück auf das Prisma undgegen das Verbindungsstück angetrieben. Dieses in Fig. 40. punctirte Prisma hat

O'

o